Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Ganerbs C-Jugend startet mit zwei Siegen

Körperlich überlegen: Ganerb (schwarz) gegen Speyer.
Körperlich überlegen: Ganerb (schwarz) gegen Speyer.

Und dann rief Trainer Nico Henrich (19) von den Verbandsliga-C-Junioren des JFV Ganerb doch noch zurück, zwischen einer Spielbeobachtung für die B-Jugend in Worms und seinem eigenen A-Klasse-Einsatz für ASV Harthausen gegen FV Dudenhofen II. B? Hab’ ich da nicht gerade C gelesen?

Richtig, der junge Mann betreut gleich beide Mannschaften von Ganerb, und wie: Mit den C-Junioren gewann er die ersten beiden Partien: „Gegen FSV Offenbach haben wir etwas glücklich kurz vor Schluss gesiegt“, sagte Henrich im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Neuzugang Marvin Pöllath erarbeitete sich mit seinem Treffer Heldenstatus.

Henrich, der mit Assistenten Michael Deuschel in die fünfte gemeinsame Saison geht: „Das 3:0 gegen den jüngeren Jahrgang des FC Speyer 09 war hochverdient“ – und macht die Auswahl in ihrer fünften Verbandsliga-Runde zu so etwas wie dem Aushängeschild der aufblühenden Jugendarbeit im JFV.

Ziel Aufstiegsrunde

Nach dem Auftakt mit den zwei Derbyerfolgen peilt Ganerb nun die Aufstiegsrunde der besten acht Mannschaften an, in der es wieder bei null losgeht: „Dann sehen wir mal“, meinte Henrich: „Nach dem wichtigen Start sind wir nun in einer guten Situation und können in einen Lauf kommen.“ Abstiegskampf bedeute dagegen wöchentlich Stress.

Das gebe es gerade bei der Jugend. Denn schließlich gesellten sich zu zehn bekannten Kickern genauso viele Neue, allein drei aus Speyer, die dort den Sprung in die Regionalliga nicht packten. Auch von Phönix Bellheim, TSV Königsbach, 08 Haßloch, VfR Sondernheim und Offenbach schloss sich Personal an.

Alle gemeinsam legten sie laut dem Harthäuser eine unfassbar gute Vorbereitung hin. In sieben Matches gab es sechs Siege, darunter ein 4:0 gegen den wenn auch schwachen Regionalligisten Wormatia Worms und nur ein 0:0 gegen Baden-Württemberg-Pendant FC Nöttingen.

Selbstvertrauen getankt

Henrich: „Das war für das Selbstvertrauen top. Für die Jungs war es eine Bestätigung, dass es richtig ist, was ich ihnen erzähle, was ich von ihnen verlange und wie meine Idee von Fußball aussieht.“ In einer guten Verfassung ging’s dann um Punkte: „Sie fangen nicht an, nach 60 Minuten zu pumpen. Ich will hohes Tempo.“

Und das ist auch eine Stärke des JFV: „Körperlich sind wir mit die stärkste Mannschaft. Das sagen auch die anderen Mannschaften. Das war auch gegen Speyer ausschlaggebend.“ Bis auf einen zählen alle zum älteren Jahrgang. Intensität, Aggressivität, Pressing, zählt der Verantwortliche weitere Vorzüge auf.

Dagegen: „Fußballerisch müssen wir uns verbessern“, informierte der Speyerer Schwerd-Abiturient: „Gegen Speyer war es aber schon besser. Da sind wir noch nicht am Limit. Da geht noch was.“

Zum Tabellenführer

Am Samstag (13.30 Uhr) geht’s nach Bad Kreuznach, aber nicht zu Platzhirsch Eintracht, sondern zu Überraschungs-Tabellenführer TSV, ein völlig unbeschriebenes Blatt.

„Ich weiß nicht, was uns erwartet. Sie haben aber bestimmt Aufstiegseuphorie. Ich habe meine Mannschaft absolut gewarnt. Aber natürlich wollen wir die Tabellenführung übernehmen“, sagte Henrich.

Besonderes Erlebnis

Als Favoriten macht Henrich andere aus, natürlich die jüngeren Jahrgänge aus den Nachwuchsleistungszentren von Mainz 05 und 1. FC Kaiserslautern, aber auch die TSG aus der Barbarossastadt.

Und hier freut es ihn besonders, seiner Elf das Erlebnis der Reisen auf den Lauterer Fröhnerhof und den Bruchweg in der Landeshauptstadt zu bieten. Und noch jemand steht auf dem Henrich’schen Zettel: der Ludwigshafener SC. Aber mit Derbys kennen sich seine ja bekanntlich aus.

x