Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Ganerbs B-Jugend besser als erwartet

Skeptiker überzeugt: JFV Ganerb, hier Tim Tremmel am Ball.
Skeptiker überzeugt: JFV Ganerb, hier Tim Tremmel am Ball.

Die B-Junioren des JFV Ganerb stehen nach einem Saisonstart mit neun Punkten aus den ersten fünf Spielen auf dem fünften Tabellenplatz der Verbandsliga. Trainer Nico Henrich (19), der vor der Saison fast ausschließlich den sicheren Abstieg als Prognose zu hören bekam, zeigt sich mehr als begeistert.

Die Skepsis beim JFV war groß, als die Spielzeit daheim gegen den TSV Schott Mainz losging. Einerseits galt der 16 Mann starke Kader als zu klein. Andererseits seien die Mehrzahl an jungen Jahrgängen (2005) wohl kaum in der Lage, in der Verbandsliga zu bestehen.

Zudem kamen Erinnerungen wach an die C-Jugend-Saison vor zwei Jahren, als Henrich nach sechs Hinrundenpunkten im Winter übernahm und die Mannschaft am Ende rechnerisch abstieg.

Da half es auch nicht, dass aufgrund von Corona die Kaderplanung praktisch ausfiel, wie Henrich im Gespräch mit der RHEINPFALZ berichtete: „Ohne Probetrainings und aufgrund dessen, dass sich mein Netzwerk in der spielfreien Zeit logischerweise nicht vergrößern konnte, hatten wir enorme Probleme, Neuzugänge zu akquirieren.“

Zwei Neue

Schlussendlich kamen zwei Neuzugänge. Der Coach: „Auf der anderen Seite haben einige 2004er-Jahrgänge den Verein Richtung FC Speyer 09 verlassen.“ Voraussetzungen also, die für das sehr junge Trainerteam um Henrich, Co-Trainer Max Knauer (20) und Torwarttrainer Nicolas Gogel (28) eine Riesenherausforderung darstellte.

Henrich; „„Wir stehen voll und ganz hinter unserem Kader und waren und sind überzeugt, dass wir den Nichtabstieg schaffen können. Es ging vor allem darum, diesen Glauben und diese Überzeugung in den Köpfen der Spieler zu verankern. Ich kann mich glücklich schätzen, dass dies dank meines hervorragend funktionierenden Teams bisher gelungen ist.“

Und wie das gelungen ist. Gegen Meisterschaftskandidat Mainz gelang gleich ein 2:1-Sieg nach Rückstand, der einen enorm positiven Schub einbrachte und den Henrich als „emotionalsten Sieg meiner Trainerlaufbahn“ deklarierte.

Bestehen möglich

„Auch wenn wir danach beim VfR Frankenthal verloren haben, die überzeugenden Siege gegen Viktoria Herxheim und beim JFV Fritz-Walter-Jugend zeigten, dass wir mehr als nur bestehen können“. meinte Henrich.

Selbst das 0:3 gegen den FC Speyer 09 war ein Zeichen in die richtige Richtung: „Im Gegensatz zu anderen Mannschaften sind wir drangeblieben und haben uns keineswegs abschießen lassen. Es ist eine unserer größten Stärken, dass wir es aktuell schaffen, über die vollen 80 Minuten eine bemerkenswerte Konstanz an den Tag zu legen“, so Henrich.

Darauf kommt es in der Rückrunde an, wenn die Liga in eine Top Acht und eine Abstiegsgruppe aufgeht. Schafft es der JFV nicht in den ersten Pool, geht es laut Henrich gegen Mannschaften wie TSV Gau-Odernheim, TuS Waldböckelheim/JSG Ellerbachtal, Herxheim und Fritz-Walter-Jugend gegen den Abstieg.

Trainers Freude

Angesichts der derzeitigen Form scheint alles möglich: Henrich: „Es macht unheimlich viel Spaß, mit den Jungs zusammenzuarbeiten und dieses Gefühl zu spüren, dass jeder an unser Ziel glaubt und alles dafür einsetzt. Ich bin sehr positiv gestimmt, was unser Saisonziel anbelangt.“

Henrich hat es geschafft, die erste Skepsis zu überwinden und kann so einer weiterhin sehr spannenden Saison mit freudiger Erwartung entgegenblicken.

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