Dudenhofen
Fußball: Ganerbs A-Jugend vor der Saison
Bereits im Juni veranstaltete Henrich erste Trainingseinheiten, bevor am 4. Juli offiziell die Vorbereitung begann. Grund für die frühen ersten Stunden auf dem Platz waren zum einen, wie bei vielen Mannschaften, die acht Monate ohne jeglichen Mannschaftssport.
Zum anderen wollten Henrich und sein Team um Co-Trainer Max Knauer (21), der für die Torhüter zuständige Oliver Eckel (24) und Teamkoordinator Marc Stürzebecher (22) die Jungs so früh wie möglich kennenlernen: „Ich kannte natürlich aufgrund meiner Zeit als Trainer hier beim JFV bereits einige Spieler. Jedoch hatte ich noch keinen davon trainiert und wir mussten uns auf eine komplett neue Mannschaft einstellen.“
Im Dezember 2020 bekam Henrich das Angebot von Vereinsseite, von der B-Jugend zu den Unter-19-Jährigen zu wechseln und damit den nächsten, denklogischen Schritt in seiner persönlichen Entwicklung als Trainer zu gehen.
Neue Impulse
„Es ist uns mehr als schwergefallen, die U17-Jungs zu verlassen“, meinte Henrich: „Dennoch waren wir schnell davon überzeugt, dass die neue Herausforderung in der A-Jugend für uns das Richtige ist.“
Es ging vor allem darum, zwar im JFV-Umfeld zu bleiben, aber trotzdem neue Impulse zu setzen und sich nun in Sachen Kommunikation und Mannschaftsführung auf junge Erwachsene einzulassen.
Diesen „Riesensprung“ auch hinsichtlich des Tempos im Spiel selbst sei auch einigen jungen Jahrgängen noch anzumerken, die Henrich mit seinem Trainerteam bewusst in die Mannschaft integrierten.
Gesunde Mischung
„Mit unseren Möglichkeiten müssen wir langfristig denken und eine gesunde Mischung zwischen alten und jungen Jahrgängen in der Mannschaft finden. Wir haben zwar mehr 2003er-Jahrgänge“, sagte der Coach: „Dennoch sollen die 2004er Erfahrungen sammeln, die ihnen dann nächste Saison dabei helfen, Führungsrollen übernehmen zu können.“
Dabei war die Kaderplanung vor der Saison ungemein schwer abzuschließen: „Vor allem die Tatsache, dass wir die bestehende Mannschaft kaum kannten, wir aber von Anfang an jedem eine faire Chance geben wollten, haben wir aktuell einen vergleichsweise großen Kader, den wir bis zum Ende der Vorbereitung noch anpassen werden.“
Henrich: „Glücklicherweise haben wir trotz der Pandemie unsere externen Wunschspieler bekommen und sind mit Blick auf die Qualität der Mannschaft sehr zufrieden.“
Offensive Attraktivität
Gerade bezüglich der angedachten Spielweise, die von offensiver Attraktivität, Dynamik Richtung gegnerischem Tor und purer Laufbereitschaft geprägt sei, werden die Wochen bis zum Rundenbeginn entscheidend: „Zum Beispiel beim Testspiel in Kirrlach haben wir 20 Minuten überragend gespielt und konnten das Pensum dann nicht mehr gehen.“
„Ich bin aber angesichts der Trainingsleistungen und des Willens, der in der Mannschaft herrscht, überzeugt, dass wir das die nächsten Wochen hinbekommen.“ Der Trainer gibt die Top Acht als Saisonziel aus, wobei bereits nach der Hinrunde eine Ligenzweiteilung stattfindet.
Henrich selbst lebt den entsprechenden Elan vor und ist mit seinen Mannschaften immer für eine Überraschung gut, wie diese in der Vergangenheit bewiesen.
So spielen sie
JFV Ganerb: Felix Kuhn, Getoar Kryeziu (beide Neuzugänge vom FC Speyer 09), Roj Al Talabani (SV Südwest Ludwigshafen), Haidar Kashat (Ludwigshafener SC), Justus Hauck (DJK SV Phönix Schifferstadt), Niklas Bredel (JSG Haßloch), Dennis Schramm, Iven Gaisser, Marvin Klehr, Ogi Dejanovic (alle eigene U17), Anton Plewnia, Luc Hirsch, Bamo Dalwy, Leo Hopp, Tiziano Giardina, Sercan Göl, Gamaine Lisboa, Simon Ulrich, Johannes Ulrich, Joseph Berthold, Tom Baumann, Dodo Yalman, Leotrim Limani, Paul Baggett, Davide Lo Giudice