Dudenhofen
Fußball: Ganerbs A-Jugend im Mittelfeld
Bereits vor drei Wochen reichte der Mannschaft von Fausto Giardina ein Zwei-Tore-Vorsprung beim VfR Frankenthal nicht zum Sieg.
Im Gespräch mit der RHEINPFALZ ging Giardina in die Analyse: „In solchen Spielen, in denen wir uns auf Augenhöhe bewegen, müssen wir solche Spielsituationen natürlich in drei Punkte ummünzen. Die Punkte fehlen uns aktuell und sind auch der Grund dafür, dass wir erst einen Sieg geholt haben.“
Um Gründe für diese Nachlässigkeiten zu finden, ist auch wichtig, zu beachten, dass die A1 des JFV hauptsächlich aus jungen Jahrgängen besteht. Die Akklimatisierung an die Körperlichkeit in der Verbandsliga der Unter-19-Jährigen ist dahingehend ein fließender Prozess, der Geduld erfordert und eine zu hohe Erwartungshaltung nicht zulässt.
Eine Ausnahme
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Training und der Art und Weise, wie wir an die Spiele herangehen“, sagt Giardina: „Außer beim 1:7 gegen den JFV Fritz-Walter-Jugend waren es durchgehend enge Spiele, die zeigen, dass wir mehr als mithalten können.“
Die letzten Prozentpunkte, die oft den Unterschied ausmachen, fehlen insbesondere bei den Themen Führungskräfte und Konstanz: „Wir vermissen noch gewisse Qualitätsspieler, die die Mannschaft in entscheidenden Phasen hochziehen und führen.“
Vor allem die Ausfälle von Leander Neumüller (Bänderriss) und Tom Baumann (beruflich) fallen da laut dem Coach sehr stark ins Gewicht: „Dadurch, dass wir wirklich jede Woche an unsere Grenze kommen müssen, um in dieser Liga Punkte zu holen, braucht es zudem mehr Konstanz in den Einzelleistungen.“
Die Stärken
Dass die Saison eine Hausnummer wird, war schon zu Beginn allen Beteiligten klar. Die Stärken der Jungs, die insbesondere in der Geschlossenheit und dem gegenseitigen Vertrauen liegen, sind dabei der Grund, dass die aktuelle Positionierung auf Platz sieben durchaus zufriedenstellt.
„Die Topmannschaften um TSV Gau-Odernheim, SC 07 Idar-Oberstein, BFV Hassia Bingen, FC Meisenheim, Fritz-Walter-Jugend und TV 1817 Mainz sind zurecht in den Top Sechs und werden dort wahrscheinlich auch bleiben“, meint Giardina.
Für Ganerb gehe es darum, bis zum 22. März einen der Plätze sieben oder acht einzunehmen, um nach der Teilung der Liga nicht im Abstiegskampf zu stecken, meint Giardina.
Ambitioniertes Ziel
Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, ist es umso wichtiger, Spiele gegen direkte Konkurrenten wie Frankenthal und Horchheim für sich zu entscheiden, gerade nach doppelter Führung.
Der Übungsleiter: „Man sieht noch zu oft, dass wir sehr jung sind. Ich bin jedoch sehr guter Dinge, dass wir uns immer besser zurechtfinden und über mehr Erfahrung und mehr Stabilität im eigenen Spiel unser Saisonziel erreichen können. Platz acht wäre natürlich ein Traum.“
Großes Zeichen
Gerade die nächsten Begegnungen gegen den VfB Bodenheim, den SC 1919 Hauenstein JSG und die DJK-SV Phönix Schifferstadt werden dabei richtungsweisend sein. Denn gegen die Top Sechs zu punkten, wird äußerst schwierig, wie am Beispiel des Matchs gegen die Fritz-Walter-Jugend zu sehen war.
Die Zähler gehört es gegen die direkten Kontrahenten um Rang acht zu erringen. Mindestens zwei Siege aus diesen drei Spielen würden dementsprechend ein großes Zeichen setzen, dass die Jungs von Giardina bereit sind, alles für ihr Ziel zu geben.