Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: FVD nach Eisbachtal

Muss noch auf den Durchbruch warten: Kennet Hanner Lopez.
Muss noch auf den Durchbruch warten: Kennet Hanner Lopez.

Oberligist FV Dudenhofen mischt voll mit im Abstiegskampf der Oberliga: In der Abstiegsrunde verlor die Elf von Trainer Steffen Litzel noch kein einziges Spiel. Am Samstag (16 Uhr) reisen seine Mannen zum Tabellenletzten Sportfreunde Eisbachtal.

Kennet Hanner Lopez (23) kam vor der Saison vom TSV Schott Mainz und sollte dabei helfen, den abgewanderten Top-Torjäger Julian Scharfenberger zu ersetzen. Der junge Stürmer spielte für die TSG Hoffenheim, Mainz 05 und die chilenische Junioren-Nationalmannschaft. Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück, so auch beim FVD.

Einsatz offen

Sein Einsatz beim Auswärtsspiel ist noch offen. Egal, ob er helfen kann oder nicht: Drei Punkte gegen die Sportfreunde, die bis auf das wilde 5:5 gegen Arminia Ludwigshafen bisher jede Partie im neuen Jahr verloren, müssen her. „Ich denke, für uns ist viel drin. Wir wollen drei Punkte, die für uns sehr wichtig sind“, so der Angreifer, der bisher drei Spiele machte.

Hanner Lopez: „Wir sind auf einem guten Weg, und ich hoffe, dass wir an die Leistungen der jüngeren Vergangenheit anknüpfen können.“ Die von ihm angesprochene jüngere Vergangenheit ist für den FVD positiv zu bewerten. Drei Siege und zwei Unentschieden gab es bisher in der Abstiegsrunde.

Ausgebremst

„Mit den letzten Wochen bin ich zufrieden, da wir unseren Zielen mit der Mannschaft einen Schritt näher gekommen sind und wir auf einem guten Weg sind“, erklärt er. Persönlich hadert er dennoch: „Meine persönliche Zeit war bisher leider noch nicht erfolgreich, da mich immer mal wieder muskuläre Probleme ausbremsen.“

Hanner Lopez: „Ich denke, nach zwei Jahren Verletzungspause ist es ein wenig normal, dass sich der Körper erst mal an die Belastung gewöhnen muss.“ Trotzdem sieht Hanner Lopez das Positive und hat vor allem zwei Aspekte, die ihn immer wieder aufbauen: „Meine Liebe zum Fußball und mein Vater, der immer auf mich schaut und mich unterstützt.“

19 Bundesligatore

Der 23-Jährige spielte in der A-Jugend bei Mainz unter dem heutigen Bundesliga-Trainer Bo Svensson. „Für mich war die Zeit sehr erfolgreich. Ich habe 19 Tore in der U19-Bundesliga geschossen unter ihm. Ich denke, das spricht für die Zeit mit Bo. Menschlich gesehen ist er auch ein super Typ, mit dem ich mich bis heute noch verstehe“, sagt er.

Dass er aufgrund seiner Leistungen auch für Chile auflaufen durfte, macht ihn bis heute stolz: „Es war ein unglaubliches Gefühl, für sein Geburtsland nominiert zu werden.“ Er berichtet über die Lehrgänge: „Die Reisen gingen meist sieben bis zehn Tage. Mal haben wir in Paris gespielt oder in Asunción. Da bin ich immer mit dem Flugzeug rüber geflogen.“

Fest überzeugt

Hanner Lopez arbeitete seit seinem 16. Lebensjahr mit einer Berateragentur zusammen, sieht hier aber die negativen Seiten des Geschäfts: „Allerdings bin ich mit denen seit meiner langen Verletzungszeit nur gering im Austausch. Da merkt man wieder, dass das Fußballgeschäft mehr ist als nur Fußball.“

Beim FVD glaubt er fest an den Klassenverbleib und begründet: „Unser Teamgeist und unsere Gemeinschaft in der Gruppe. Wir ziehen an einem Strang, und das zeichnet uns aus.“

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