Dudenhofen
Fußball: FV Dudenhofen erwartet Wiesbach zum Oberligaschlager
Wie gibt man eine 2:0-Führung aus der Hand? „Indem man aufhört zu spielen“, findet Kober deutliche Worte für den Auftritt ab Minute 30. Dudenhofen ging zunächst durch Jannik Styblo und Justin Neuner in Führung. Das 1:2 fiel erst in der 68. Minute. Ausgleich, Gelb-Rote Karte für Lukas Metz, ein Elfmeter und der Siegtreffer für Diefflen folgten. „Kein Zweikampfverhalten, ungenau nach vorne, dann gerätst du natürlich unter Druck“, geht Kober hart ins Gericht. Abgesehen davon müsse es nach 25 Minuten 4:0 stehen, die Möglichkeiten blieben aber ungenutzt. „Es war dann ab der 30. Minute einfach nur noch eine Frage der Zeit, bis etwas passiert“, erklärt er.
Dennoch verteidigt er seine Mannschaft: „Es war kein Elfmeter und keine Rote Karte, sondern ein Stürmerfoul aus meiner Sicht.“ Bringt nichts, Metz wird im Vergleich mit Wiesbach fehlen. Den gab es zuletzt im September. Dudenhofen verlor 2:3 an einem Mittwochabend in der Eppelborner Gemeinde. „Ein tolles Fußballspiel. Mit eines der besten in der Oberliga, das haben die Zuschauer auch gesagt. Es gab viele Chancen, und es ging immer hin und her. Das Momentum wechselte in Phasen zwischen uns und Wiesbach. Die Atmosphäre war top“, erinnert er sich.
Reaktion der Mannschaft?
Dass eine Leistung wie die zweite Halbzeit am Wochenende nicht reiche, wisse jeder: „Wir erwarten natürlich eine Reaktion von der Mannschaft. Zumindest müssen wir vom Platz gehen und behaupten können, dass wir alles gegeben haben“, sagt er.
Dass Wiesbach in der neunten Saison in Folge Oberliga spielt, ist für ihn kein Wunder. „Sie haben seit Jahren eine sehr gute Mannschaft und gehörten immer wieder zu den Top-Teams.“ Höhepunkt war Platz drei in der Saison 2016/17. Es war die erste Saison mit Trainer Michael Petry. Er steht immer noch an der Seitenlinie der Hertha. Der ehemalige Profi festigte das Team in der Oberliga. Geboren wurde er in Ludwigshafen und spielte einst für den SV Südwest.
Personalie entscheidet mit
Ob Petry beim FVD jubeln darf, hängt laut Kober auch von einer Personalie ab: Nico Wiltz (21), der für Kober trotz seines Alters einer der besten Spieler der Oberliga ist, zuletzt aber ausfiel. „Er hat im Hinspiel sechs Mann ausgespielt und dann das Tor geschossen. Es wäre nicht so schlimm, wenn er fehlt“, scherzt der Sportliche Leiter.
Zuschauer müssen sich wohl auf eine 2G-Regel einstellen, letzte Abstimmungen folgen jedoch erst im Laufe des Tages, informiert Kober.