Dudenhofen / Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: FV Dudenhofen erwartet FC Speyer 09 zum Oberligaderby

Im Hinspiel siegte Dudenhofen 6:0: Hier Lukas Metz (links) gegen Speyers Shpetim Xhaka.
Im Hinspiel siegte Dudenhofen 6:0: Hier Lukas Metz (links) gegen Speyers Shpetim Xhaka.

Fussball: Oberligist FV Dudenhofen erwartet den FC Speyer 09 zum Derby. Es ist wahrscheinlich das vorerst letzte direkte Aufeinandertreffen der zwei Vereine aus der Speyerer Region. Viele Spieler fallen bei beiden verletzt aus.

Der FC Speyer 09 geht als Tabellenletzter ins Spiel und wartet seit knapp zwei Monaten auf einen Sieg. Sechs der vergangenen sieben Niederlagen in der Oberliga erfolgten jeweils nur mit einem Tor Unterschied. Punkte gibt es dafür nicht, das weiß auch Cheftrainer Thomas Heuß: „Es geht um Punkte. Gegnerische Mannschaften haben in den entscheidenden Momenten die Cleverness, die uns fehlt.“ Von Spiel zu Spiel sammle seine Elf neue Erfahrungswerte. Dennoch sind es Heuß zu viele Gegentore, die durch individuelle Fehler fallen oder in der Entstehung unnötig sind. Er hadert: „Wenn du unten drin stehst, läuft vieles gegen dich.“

In den jüngsten beiden Spielen erzielte der FC jeweils drei Tore, holte insgesamt aber nur einen Punkt – ein Problem in der Defensive also? „Wir können nicht von Problemen sprechen, das sind Entwicklungen“, sagt der Coach, der seine junge Mannschaft schützt: „Sie machen es richtig gut.“ Der Trainer verteidigt die Spielidee: „Wir könnten auch den Bus parken. Dafür ist die Qualität der Gegner aber zu hoch. Außerdem wollen wir Spieler entwickeln.“

Natur- statt Kunstrasen

Im Derby beim FVD erwartet die Speyerer mit dem Naturrasen ein ungewohnter Untergrund. Die Heimspiele trägt die Heuß-Elf stets auf dem Kunstrasen aus. „Wir müssen damit klarkommen, dass nicht alles klappt, nicht jeder Pass ankommt. Die Mentalität und die Motivation muss oben bleiben“, fordert der Trainer. Angst vor einem 0:6-Debakel wie im Hinspiel habe er nicht: „Wir freuen uns auf das Spiel. Man kann in jedem Spiel über sich hinauswachsen.“

Robin Schneider und Aaron Streib stehen auf der Torwartposition beide wieder zur Verfügung. Auch Top-Torschütze Daniel Schattner ist wieder dabei. Ausfallen wird Kapitän Julian Vetter, ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Julien Jubin. Nichtsdestotrotz erwartet Heuß, dass seine Mannschaft das Derby „annimmt“. Die erste Halbzeit des Hinspiels empfand Heuß als gut: „Wir haben damals die Zweikämpfe aber nicht intensiv genug angenommen. Wir müssen noch mehr Derby-Charakter leben.“

Viele Verletzte

Raum und Platz für den FVD solle verhindert werden, warnt Heuß hier vor allem vor Flügelspieler Jannik Styblo und dessen Tempo. Dass dieser allerdings auf dem Platz stehen wird, ist unrealistisch: Im Spiel gegen die TSG Pfeddersheim verließ er mit einer Muskelverhärtung verletzt den Platz. Kevin Hoffmann, Simon Bundenthal und Michael Bittner sind alle krank, die Einsätze heute Abend ungewiss. Pascal Thiede fällt mit einem Muskelfaseriss länger aus. Der Sportliche Leiter Florian Kober fordert eine „konzentriertere Leistung als in den letzten Spielen“ von der Elf. Zu leichtfertig sei der FVD mit Chancen umgegangen. „Wir müssen genauer spielen und die einfachen, viel zu schnellen Ballverluste abstellen“, stellt er fest. Dass die vergangene Woche keine englische gewesen sei, tue der Mannschaft gut. Kober hofft, dass sie ausgeruhter in das Speyer-Spiel geht.

Dass es so klar wie im Hinspiel wird, glaubt Kober nicht: „Das war über weite Strecken nicht so klar wie es das Ergebnis sagt. Außerdem ist Speyer nicht so schlecht, wie sie in der Tabelle dastehen.“ Zur Pause stand es im ersten Aufeinandertreffen bereits 3:0 für Dudenhofen, auch wenn Speyer im ersten Durchgang nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft war. Kober und der FVD haben Gefallen gefunden an der Ligaeinteilung und den vielen Derbys in kurzer Zeit: „Spiele gegen Vereine aus dem Umfeld sind immer etwas besonders. Natürlich spielen wir lieber gegen Mechtersheim und Speyer als im Saarland.“

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