Worms
Fußball: FC Speyer 09 holt Remis in Pfeddersheim
Vierzehn Minuten waren gespielt, als Daniel Schattner zeigte, welch ein Schlitzohr in ihm steckt. Er erkämpfte sich den Ball im Pfeddersheimer Aufbauspiel. Er sah, dass Pfeddersheimer Keeper Norbert-Alexander Loch zu weit vor seinem Kasten stand und er überwand ihn aus über 30 Metern zum Anschlusstreffer.
Bis dahin war die Anfangsphase für Schattner und seinen FC alles andere als rosig verlaufen. Bereits nach zwei Minuten hatte es die kalte Dusche durch Melchisedec Yeboah gegeben. Viel zu viel Platz hatten sie dem Pfeddersheimer Außenverteidiger Rouven Amos da beim Flanken gelassen. Yeboah in der Mitte war der Nutznießer. Als der Ex-Speyerer Edonard Leposhtaku nach Freistoß von der rechten Seiten auf 2:0 erhöhte, schien die TSG schon auf der Siegerstraße.
Körpersprache stimmt
„Ihr wart nach 15 Minuten eigentlich tot“, erklärte Pfeddersheims Coach Daniel Wilde zu Speyers Trainer Thomas Heuß auf der Pressekonferenz. Doch Schattners Geniestreich belebte die Heuß’sche Elf wieder. Nach dem Anschluss wirkte der FC im Spiel angekommen, war wacher, präsenter und zeigte eine ganz andere Körpersprache.
Stark, wie Innenverteidiger Yannis Albrecht Selim Avci auf links in Szene setzte. Dessen Flanke fand ihren Weg zu Valentino Zuch. Sein trockener Schuss bedeutete den Ausgleich (19.). „Spielt mal ruhig jetzt“, schallte es vom Speyerer Innenverteidiger und Kapitän Julian Vetter zu seinen Vorderleuten.
Temporeiche Partie
Das Spiel blieb temporeich, man konnte kaum den Blick abwenden, ohne einen Angriff zu verpassen. Max Lichtis Schuss knallte an den linken Pfosten – das hätte die Speyerer Führung sein können (27.). Coach Heuß attestierte seiner Mannschaft ein „sehr ordentliches Spiel. Aber beide Mannschaften haben zu viel zugelassen.“
Die Speyerer leisteten sich einige gefährliche Ballverluste, die resultierenden Konter konnten die Gastgeber jedoch nicht konsequent genug zu Ende spielen. Noch vor der Pause nickte Mathias Tillschneider eine Ecke zur erneuten Pfeddersheimer Führung ein (37.). Nach dem Seitenwechsel gelang den Gästen der schnelle Ausgleich. Erneut war es der starke Schattner, der nach Lichti-Zuspiel eiskalt blieb (50.). „In der zweiten Halbzeit hatten wir dann genug Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden“, erklärte Heuß. In der Tat war der FC am Drücker und erarbeitete sich ein Chancenplus. Eine Großchance war allerdings nicht mehr dabei.