Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: FC 09 – Dudenhofen 0:6

Vorbereiter und Vollstrecker: Lukas Metz (links) greift Shpetim Xhaka an.
Vorbereiter und Vollstrecker: Lukas Metz (links) greift Shpetim Xhaka an.

Mit 0:6 (0:3) verlor der FC Speyer 09 am Montagabend das Oberliga-Derby im Sportpark gegen den FV Dudenhofen – warum das Ergebnis nicht alles über die Leistung des Gastgebers aussagt und welche Faktoren einen entscheidenden Einfluss für die Auswärtigen gespielt haben.

Auch wenn es das Ergebnis vermuten lässt, der FC 09 präsentierte sich zumindest im ersten Durchgang keineswegs schlecht. Im Gegenteil, hätte Max Lichti nach feiner Kombination mit Julien Jubin früh getroffen (3.), das Spiel hätte womöglich einen anderen Verlauf genommen.

So erteilte Dudenhofen den Hausherren eine Lehrstunde in Sachen Effizienz. Der glänzend aufgelegte Jannik Styblo profitierte vom Ballgewinn Timo Enzenhofers und vollstreckte trocken vom rechten Strafraumeck gleich die erste FVD-Chance (6.). Danach überließen die Gäste den Speyerern längere Zeit den Ball.

Der FC 09 wies durchaus spielerisch gute Ansätze auf und befreite sich aus dem Dudenhöfer Pressing. Oftmals fehlte bei den Angriffen aber der berühmte letzte Pass. Die Gäste spielten dagegen ihre ganze Erfahrung aus und nutzten auch direkt ihre zweite Möglichkeit.

Eroberer Metz

Lukas Metz eroberte auf seiner Seite einen zweiten Ball nach Flügelwechsel, tankte sich durch, und Marvin Sprengling traf (17.). „Wir haben in der ersten Halbzeit technisch versierten Fußball geboten. Unsere Erfahrungswerte sind noch nicht die, die jetzt Dudenhofen auch hat, gerade was die Zweikampfführung angeht“, so Speyers Coach Thomas Heuß.

In der Tat waren es Erfahrung, Effizienz, die der FVD dem FC 09 in dieser ersten Halbzeit voraushatte und ein wenig Glück, auch wenn Julian Scharfenberger aus kurzer Distanz am Pfosten scheiterte (37.). Auf der Gegenseite verpassten es allerdings direkt zwei Speyerer nach einer Lichti-Flanke, auf 1:2 zu verkürzen (40.).

Kurz vor der Pause ließ dann FC-09-Keeper Robin Schneider vom Flutlicht geblendet einen zentralen Freistoß Kevin Nowaks passieren (43.). „Kann passieren“: Heuß nahm seinen jungen Keeper in Schutz. Nach Wiederanpfiff blieb das Speyerer Aufbäumen weitgehend aus. Spätestens Styblos zweiter Treffer entschied die Partie früh (52.).

Zugestochen

Julian Scharfenberger nahm dann noch ein Geschenk der Speyerer Hintermannschaft an – das 5:0, sein Premierentreffer der Spielzeit (65.). „Wir haben versucht, in den entscheidenden Räumen zuzustechen und haben damit den Grundstein für den Sieg gelegt“, so Dudenhofens Coach Steffen Litzel.

In der letzten halben Stunde ließ der FVD noch einige Chancen liegen. Auch Speyer hatte noch einmal eine Gelegenheit und hätte durchaus nach einem Rempler im FVD-Strafraum einen Elfmeter bekommen können. Rechtsverteidiger Metz setzte mit dem 6:0 aus der Distanz den Schlusspunkt (88.).

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