Speyer
Freundschaftliche Beziehungen zur japanischen Stadt Hiraizumi sollen ausgebaut werden
Abhängig sei die Reise nach Speyer jedoch vom Ausgang der aktuellen Haushaltsberatungen im Stadtrat, schränkte der Bürgermeister ein. Er wolle sich aber bemühen, den Besuch durchzuführen. Er freue sich bereits darauf, deutsches Bier zu trinken, sagte er und lachte.
Er freue sich über die Einladung von Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU), die teil der Tomoko und Martin Moser geführten Gruppe aus Speyer ist. Kabs und Aoki bedauerten, dass die vor fünf Jahren bei einem ersten Besuch von Speyerern in Japan begonnenen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Städten wegen der Pandemie nicht hätten vertieft werden können.
Die nächste Japan-Messe Nonki Con in Speyer im Mai 2025 sei die Gelegenheit, in die Domstadt zu kommen, sich wiederzutreffen und die Kontakte zu vertiefen, betonte das Ehepaar Moser von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Vorderpfalz, dem Veranstalter der Messe. Hintergrund der Treffen ist der Aufbau einer freundschaftlichen Beziehung zwischen Hiraizumi und Speyer, die in eine Städtepartnerschaft münden könnte.
Bürgermeister Yukio Aoki, sein Stellvertreter und drei Spitzenbeamte der Stadtverwaltung hatten für den Besuch aus Speyer die laufenden Etatberatungen unterbrochen. Hiraizumi zählt heute rund 10.000 Einwohner. Der rund 460 Kilometer nördlich von Tokio gelegene Ort war in früheren Zeiten eine bedeutende Stadt. Er verfügt über viele historisch bedeutsame Bauwerke und Stätten. Der Chuson-ji-Tempel mit seiner Goldenen Halle ist Weltkulturerbe.
Heimat von Weltkulturerbestätten zu sein, verbinde Speyer mit Hiraizumi ebenso, wie die Bedeutung des Tourismus, unterstrich Aoki. Er freue sich auf den weiteren Austausch. Die Bürgerreisegruppe aus der Domstadt fliegt am Sonntag nach 14 Tagen Aufenthalt in Japan mit vielen neuen Eindrücken aus Tokio zurück.