Speyer Freistoss:

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Wir sind heute im schönen Dudenhofen. Hier gibt’s zur richtigen Zeit die besten Spargel, sagt der Volksmund. Heute allerdings, bei nassen Wetterverhältnissen keine Spargel, sondern ein Fußballspiel. Der FV tritt auf eigenem Kunstrasen gegen die Gäste aus Bingen an. Ein Mann mit einem Pullover von Bingen läuft in Richtung der Trainerbank. Auf diesem steht geschrieben: „Ich bin ein Hassiate.“ Na dann, herzlichen Glückwunsch! Ein weiterer Fan, etwas weiter rechts hinter der Bande platziert, gibt 90 Minuten lang Vollgas. Er schreit bei jeder Aktion ins Geschehen rein und gibt den Spielern wertvolle Tipps, die diese ... richtig: leider nie anwenden. Ein kleiner Junge spielt hinter dem Linienrichter mit einem Luftballon. Beim Platzen des Luftballons zuckt der Unparteiische mit der rechten Hand, in der er seine Fahne hält. Das Kind hat mitgedacht. Der Luftballon kaputt, der Linienrichter wohl froh, dass er seine Ruhe hat, denkste! Wenige Minuten später kommt der kleine Fußballer zur exakt selben Stelle zurück und zaubert dort mit der so genannten Torfabrik, dem Bundesliga-Ball. Die ausgereifteste Technik nutzen die Referees in der Verbandsliga Südwest. Schiri Ingo Hess und seine Assistenten Marvin Schmidt sowie Luca Kevin Dieterich tragen am Ohr ein hochmodernes Headset, über das sie sich verständigen. Wow! Erstaunlich! Der Linienrichter benutzt das Ding genau zweimal, vielleicht auch einmal mehr. Als die Ersatzspieler der Bingener sich aufwärmen wollen, haben sie leider keine Leibchen dabei. Freundliche Gastgeber aus dem Spargeldorf spendieren die eigenen. Kurz vor dem Siegtreffer für den FVD in der 93. Minute zückt Spieler Marius Wittemann draußen sein Handy und filmt das Tor, woher hat er das nur gewusst? Vielleicht ahnte auch der Hassiate etwas. Der schwarze Pullover klebt weiterhin an seinem Körper, auch als er das Gelände verlässt. Auf die Fotografen der Speyerer Rundschau der RHEINPFALZ ist Verlass: Vom Morgengrauen bei der Abfahrt der Schulsportler bis zum Mitternachtsbasketball im Speyerer Doppelgymnasium, unsere Fotoagentur Lenz greift zur Kamera. Ob Bullenhitze beim Brezelfestlauf, Eiseskälte beim Fußball-Nachholspiel oder strömender Regen, Martina, Norbert, Klaus und Beppo ziehen los. Ob Nebel im Wald beim FV Hanhofen oder schwaches Flutlicht wo auch immer, nichts schreckt sie ab. Drei Termine parallel? Ein von der Redaktion versehentlich vergessener Termin („Könnt ihr da noch schnell hin? Die Sportler sind gerade da, müssen aber ganz schnell weg“) – alles kein Problem. Der Redakteur hat die falsche Halle, das falsche Datum, die verkehrte Zeit übermittelt? Lenzens finden jeden Platz zwischen Lingenfeld, Waldsee und Harthausen. Diese Einsatzbereitschaft gilt auch für die Fotografen-Kollegen im Umland. Marion Linzmeier-Mehn aus Neustadt ist eine, die noch jedes Fußballspiel in Haßloch und an der Haardt, Lambrecht und Lachen-Speyerdorf besetzt hat. Dank moderner Kommunikation ist sie stets erreichbar und antwortet schnell – so auch letztens, als wir wegen eines Fußball-Bildes in Diedesfeld anfragten. „Tuba Tiedes“, geht klar, lautete die Antwort? Hä?, fragten wir nach. Und die Kollegin konkretisierte ihre Zusage: „Fuba Diedesf. geht klar.“ Ihre mit „Sch...“ beginnende Meinung zu ihrem Rechtschreibprogramm veröffentlichen wir hier aber nicht. Gute Unterhaltung wünscht die Sportredaktion |nihe

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