Speyer Fragen & Antworten: Asylbewerber in Speyer

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Welche Asylbewerber kommen nach Speyer?

Asylsuchende werden nach dem „Königssteiner Schlüssel“ vor allem nach der Einwohnerzahl auf Bundesländer und Kommunen verteilt. Speyer muss danach 1,3 Prozent der Rheinland-Pfalz zugeteilten Flüchtlinge aufnehmen. EU-Bürger können keine Asylanträge stellen. Sie genießen Freizügigkeit in Europa. Wie viele Flüchtlinge gibt es? Am Dienstag dieser Woche lebten 317 Asylbewerber in Speyer, davon 187 in Familien, 113 alleinstehende Männer, 17 alleinstehende Frauen, 76 Kinder. Mit 82 die meisten davon kommen aus Syrien (siehe Grafik). Welche Kosten fallen an? Vom Land erhält die Stadt derzeit 513 Euro monatliche Kostenerstattung für jeden Flüchtling, im August also gut 160.000 Euro. Mögliche Mehrkosten muss die Stadt tragen. Was passiert bei einer Ablehnung des Asylantrags? Der Asylantrag von 25 der 317 Bewerber ist schon abgelehnt worden. Sie sollen in ihre Heimatländer zurückkehren. Abschiebungen hat es in diesem Jahr in Speyer noch keine gegeben. Seit Januar sind vier Asylbewerber laut Stadt freiwillig in ihr Herkunftsland zurückgekehrt. Wie hoch sind derzeit die Zuweisungszahlen? Im Juli sind Speyer 33 Flüchtlinge zugewiesen worden, im August bisher 23. Bis zum Jahresende rechnet die Stadt mit weiteren bis zu 150 Asylbewerbern. Wie erfolgt die Unterbringung? Derzeit leben die Flüchtlinge in 27 Unterkünften, Häusern und Wohnungen im gesamten Stadtgebiet. Kirchen, Privatpersonen und Wohnbaugesellschaften haben Räume zur Verfügung gestellt, die Stadt mietet sie an. In den nächsten Wochen sollen rund 40 Asylbewerber ins Hotel „Tor zur Pfalz“ ziehen. Geplant sind weitere Unterkünfte in einem katholischen Gebäude in der Innenstadt (OB Hansjörg Eger: „Verhandlungen laufen“) und der Kurpfalzkaserne, dort mit gut 100 Plätzen sowie einem Gebäude für deutsche Obdachlose. Einzugstermine gibt es noch nicht. Die Stadt will die Unterbringung möglichst dezentral belassen. Sie bittet deshalb um weitere Wohnraumangebote per E-Mail an michael.spiess@stadt-speyer.de. Welche Hilfen gibt es für Flüchtlinge bei der Verpflegung? Wohin kann Kleidung, Möbel, Hausrat gespendet werden? Wo ist Begegnung möglich? Wohin wenden sich Sportler? Mehrere Vereine laden Flüchtlinge dazu ein. Ein festes Angebot ist das offene Fußballtraining für Kinder, Jugendliche und Erwachsene beim FC 09 Speyer, freitags 14 Uhr. Wo lernen Flüchtlinge Deutsch? Volkshochschule, Diakonie und Caritas bieten Kurse nach dem europäischen Stufensystem an. Zudem gibt es den „Treffpunkt Sprachtandems“ des Caritas-Zentrums (mittwochs 14 bis 16 Uhr, Bahnhofstraße 31), einen Sprachkurs in der Quartiersmensa (Anmeldung unter Telefon 06232 209112), sowie Alphabetisierungs- und Deutschkurse im Martin-Luther-King-Haus (Anmeldung unter Telefon 06232 664180). Wo ist Beratung möglich? Offene Sprechstunde im Martin-Luther-King-Haus, mittwochs, 14 bis 16 Uhr. Allgemeine Informationen im Netz: www.asyl-speyer.de. (kya)

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