Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Fünfte Klasse kehrt ins Homeschooling zurück

Spielen nach wie vor eine wichtige Rolle: Schnelltests auf das Coronavirus an Schulen.
Spielen nach wie vor eine wichtige Rolle: Schnelltests auf das Coronavirus an Schulen.

Die Corona-Inzidenzen klettern und klettern. Speyer steht dabei im Vergleich zu anderen Gebietskörperschaften sogar noch vergleichsweise „gut“ da, spürt aber die Auswirkungen der Infektionen in dieser Woche an vielen Ecken und Enden.

Die Zahlen

21 weitere Fälle kamen am Dienstag in der Stadt Speyer gegenüber den Zahlen des Gesundheitsamt vom Tag zuvor hinzu. Die Inzidenz steigt damit auf 183,3. Sie liegt damit so hoch wie schon länger nicht mehr, aber etwa unter der im Rhein-Pfalz-Kreis (262,4) und im Kreis Germersheim (310,8).

Die Klinik

Im St.-Vincentius-Krankenhaus mussten am Dienstag laut Chefärztin Cornelia Leszinski zwei Covid-19-Patienten auf der Intensivstation behandelt werden. Einer von ihnen muss demnach invasiv beatmet werden, der andere nicht. Insgesamt stehen auf der Intensivstation des „Vincenz“ 14 Betten zur Verfügung. „Aufgrund der aktuellen Personalsituation können aber derzeit nur zehn Betten belegt werden“, teilt Leszinski mit. Auf der Isolierstation würden zehn weitere Patienten im Zusammenhang mit Covid-19 behandelt. 22 Betten stünden dort zur Verfügung. Der jüngste Corona-Patient im „Vincenz“ ist laut Leszinski 40 Jahre alt, der älteste 89. „Die Patienten sind zum großen Teil ungeimpft“, so Leszinski. In Speyer und der gesamten Region sei die Anzahl der Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, zuletzt täglich gestiegen. Aus dem Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus lag bis Redaktionsschluss keine aktuelle Auskunft zur Corona-Lage vor.

Die Schulen und Kitas

Kleinere Kinder sind ungeimpft – das bringt vermehrt Infektionen mit sich. Alleine seit Donnerstag seien 14 neue aus den Schulen und drei aus Kitas gemeldet worden, so die Stadt auf Anfrage. Bei den Schulen gab es eine Häufung mit sechs Schülern und einem Mitarbeiter aus der IGS und mit dreien am Purrmann-Gymnasium, dazu je einen Fall aus der Schule im Vogelgesang, der Siedlungsschule, der Berufsschule, der Salierschule, der Pestalozzischule (Lehrkraft) und dem Schwerd-Gymnasium.Das „Schwerd“ hat dabei noch mit älteren Fällen zu kämpfen, wie auf Anfrage die stellvertretende Leiterin Annika Barth mitteilt. Eine fünfte Klasse werde nach zehn Fällen seit Tagen zu Hause unterrichtet. Ihre Rückkehr werde von zwei Nachweisen in Klassen erschwert, die mit ihr teilweise gemeinsam unterrichtet würden. Für diese seien nun Maskenpflicht und täglich Schnelltests angeordnet. Insgesamt stehen 16 aktuelle Fälle auf Barths Liste, was die Lehrerin ins Grübeln bringt: „Wenn es so weitergeht, plädiere ich für die Rückkehr zur Maskenpflicht, sonst geht das bis Weihnachten bei den Kleinen nicht gut.“ In höheren Klassen gebe es Impfdurchbrüche.

Die Aufnahmeeinrichtung

Die „AfA“ in der Kurpfalzkaserne ist derzeit mit mehr als 900 Flüchtlingen so voll belegt wie fast noch nie. Dafür seien „nur“ vier Positivfälle in Quarantäne ein „sehr gutes Ergebnis“, so Leiter Steffen Renner auf Anfrage. 96 Bewohner seien separiert, die meisten als Neuankömmlinge. Der letzte positive Test datiere vom 26. Oktober – das sei „gegen den bundes- und landesweiten Trend“.

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