Speyer Fünf Sieger lassen Halle beben
Speyer. Der AV Speyer ist nicht zu stoppen, wenn es um den Sieg beim Christian-Regenauer-Gedächtnispokal geht. Nachdem sich der erste Wanderpokal im Besitz des Ausrichters befindet, holte der am Samstag auch das neue Goldstück zum ersten Mal. Fünf Boxer gingen in den Ring, fünf siegten, die Halle bebte.
150 Zuschauer verfolgten die rund dreistündige Veranstaltung. Meist sauber, technisch und taktisch versiert, gut aufeinander abgestimmt in den Paarungen – so zeigten sich Sportler aus sechs Bundesländern bei 14 Wertungskämpfen. Die stärkste Staffel nach den Speyerern: die Mannheimer mit vier Sportlern. „Die sind alle fit wie ein Turnschuh“, bescheinigte Ringarzt Dr. Helmut Ofer (Dudenhofen). Eingreifen brauchte der Mediziner nicht. Ausknocken ließ sich keiner, wenn sich auch manche durchkämpften. Das traf auf Halbmittelgewicht Ferhard Barmani (15) nicht zu. Er setzte den unkontrollierteren Garegin Papikyan (Bad Kreuznach) unaufgeregt und souverän unter Druck. Jubel schon in der ersten Runde: Papikyan ging zu Boden, der laxen Deckung Barmanis zum Trotz – guter Auftakt auf dem Weg zum Pokal. Mit großer Spannung erwartet: das Duell der deutschen Meisterin Noemi Lo-Curto gegen Diana Loichinger im Fliegengewicht. Die mehrfache bayerische und deutsche Meisterin sowie Siegerin des Nelson-Mandela-Turniers in Südafrika stand für Erfahrung und Offensive. Anzumerken war Lo- Curto, 20 Lenze, der Respekt gegenüber der 30-Jährigen mit der weitesten Anreise aus Regensburg. Mit zunehmender Konzentration glückten Lo-Curto die notwendigen Treffer und der knappe Sieg nach Punkten. „Das war eine Herausforderung für mich. Aber ich habe einiges gelernt und konnte auch zeigen, was ich kann“, äußerte sich Lo-Curto zufrieden gegenüber der RHEINPFALZ. Bundestrainer Roland Kubath bescheinigte ihr eine gute Leistung. Dann heizte der Kampf von AV 03-Mann Demirel Sabotic gegen Rodion Kostrow (Westerwald) im Superschwergewicht die Stimmung an. Die Lücken in Sabotics Deckung nutzte der Gegner nicht aus, suchte stattdessen in der Tiefe nach Auswegen und gab nach dem Punktsieg für den Heimboxer beim Trainer zu: „Ich hatte einen Blackout.“ Leotrim Smakiqi (AV 03) beherrschte den Mannheimer Fabio Girolami im Halbschwergewicht deutlich. „Dass der Kampf über die vollen drei Runden ging, ist den Nehmerqualitäten des Gegners zu verdanken“, kommentierte Box-Abteilungsleiter Hans Diehl. Den fünften Sieg sicherte Michele Lo-Curto im Halbweltergewicht nach einer schwachen ersten Runde. Die rechte Gerade brachte dann das gewünschte Ergebnis – und die hundertprozentige Titelverteidigung. |xsm