Speyer
Eishockey: Pierre und Philipp Preto wollen bei den Mannheimer Adlern Profis werden
Pierre (20) und Philipp Preto (18) sind beide in Speyer geboren. Beide sind bei den Adlern Mannheim zu hoffnungsvollen Spielern gereift. In der Jugend haben sie schon gemeinsam Erfolge gesammelt. Und ein Traum eint das Brüderpaar.
SPEYER. Sympathisch und gewinnbringend lächelnd, trotz ihrer 187 Zentimeter und 86 Kilogramm fast etwas schmächtig wirkend, kommen Pierre und Philipp Preto daher. „Die Muskeln machen’s halt“, sagen die Modellathleten der Adler Mannheim und grinsen. Was die Jungs, die im badischen Wiesenthal wohnen, außer ihrer Geburt mit Speyer verbindet, fällt ihnen ganz schnell ein: „Technikmuseum, Sealife und Brezelfest haben uns in der Vergangenheit begeistert. Wir kommen einfach gerne in die schöne, alte Kaiserstadt“, erklären beide.
Pierre, der um Spielpraxis zu sammeln als Förderlizenzspieler hauptsächlich beim Adler-Kooperationspartner Heilbronner Falken in der DEL-Liga 2 aufläuft, besitzt bereits im zweiten Jahr einen Profivertrag. Sein Status erlaubt ihm einen wechselseitigen Einsatz. „Im Gegensatz zu einer Ausleihe kann ich ohne jegliche Einschränkung sowohl für Heilbronn als auch für die Adler antreten“, sagt der 20-Jährige, der mit der U 20 Mannheims dreimal den deutschen Meistertitel gewonnen hat.
Aufstieg mit U20 in Weltgruppe A
Als bisher größten Erfolg bezeichnet der mehrfache Jugend-Nationalspieler den Aufstieg mit der deutschen U20 in die Weltgruppe A im Dezember vergangenen Jahres. Mit 18 absolvierte der Angreifer sein Debüt in Mannheims DEL-Team. Ein Höhepunkt und ein sehr beeindruckendes Erlebnis vor eigenem Publikum sei dies gewesen: „Gegen die Düsseldorfer EG haben wir damals gewonnen.“
Nicht weniger erfolgreich verläuft auch die Karriere seines Bruders Philipp als Verteidiger. Zwei deutsche Meistertitel mit den U20-Jungadlern, einmal gemeinsam mit Bruder Pierre, stehen auf seinem Konto. Von der U16 aufwärts durchlief der aktuelle U20-Nationalspieler sämtliche Altersklassen der deutschen Nachwuchs-Teams.
Mit drei Jahren schon auf dem Eis
Im kindlichen Alter von drei und fünf Jahren habe sie der eishockeybegeisterte Papa, heute Vorsitzender der Jungadler, bei den Maddogs Mannheim erstmals mit dem Eis in Berührung gebracht und ihnen unter qualifizierten Trainern die Eishockey-Grundlagen vermitteln lassen. Kein Zwang sei dahinter gestanden, alles hätten sie gerne und freiwillig mit Spaß getan, versichern beide.
Länder wie die USA, Kanada, Tschechien und Slowakei, um nur einige zu nennen, hätten sie dank ihres Sports schon gesehen. Geht es nach ihnen, soll es dabei aber nicht bleiben. Locker aber auch klar und zielorientiert spricht Pierre über seine sportlichen Ziele: Als ersten Schritt ein Stammplatz bei den Adlern in der DEL, dann mit dem deutschem Top-Team Teilnahme bei Olympia 2022 in Peking und schließlich habe er die Hoffnung auf eine Chance in der deutschen A-Nationalmannschaft.
Traum ist natürlich die NHL
Der Jüngere steht da erwartungsgemäß nicht zurück. Die Vorstellungen des Bruders über dessen weitere sportliche Entwicklung träfen auch auf ihn zu. Wie bei allen Eishockeyspielern sei es ihr Traum, eine Chance in der amerikanischen Profi-Eishockey-Liga NHL zu bekommen. „Träumen darf ja erlaubt sein“, stellen beide fest und lächeln.
Als „Familienmenschen“ haben sie noch eine sehr enge Bindung an ihr Elternhaus, in dem sie leben. Einig ist sich das Brüderpaar in der Aussage: „Ohne die gewaltige Unterstützung unserer Eltern, die immer voll und ganz hinter uns standen und stehen, hätten wir die schönen Erfolge nicht erreicht.“ Trotz intensiver und zeitlich aufwendiger Trainingseinheiten bleibe noch etwas Zeit für Freunde und Urlaub. Nach den bisherigen Urlaubszielen wie Dubai und Griechenland reizen Pierre die Malediven und die Bahamas. Philipp möchte unbedingt mal Los Angeles kennenlernen.
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