Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Eisdielen-Umfrage: Ist die Eiszeit schon vorbei?

Schleck: Eis geht eigentlich immer.
Schleck: Eis geht eigentlich immer.

Speyer wird scherzhaft auch als die „Stadt der Eisdielen“ bezeichnet. Gerade in der Maximilianstraße sind diese stark vertreten. Wenn sich die kalte Jahreszeit nähert, verfolgen sie unterschiedliche Strategien.

Das Eisgeschäft ist ein wetter- und touristenabhängiger Betrieb, wie eine Mitarbeiterin vom „Café Roma“ am Altpörtel erklärt. „Ist das Wetter gut, gehen die Leute in die Stadt, und dann setzen sie sich auch ins Café.“ Das „Roma“ bietet ganzjährig Eis an – abgesehen von einer dreiwöchigen Pause ab Mitte November. Die Anzahl der Eissorten werde danach reduziert und an den Winter angepasst, so gebe es dann zum Beispiel die Geschmacksrichtungen Zimt und Marone.

Andere Eisdielen wie „La Piazza“ mit zwei Standorten in der Maximilianstraße oder „Caesar“ in Nähe des Rathauses und die Eismanufaktur „Englert“ kündigen Pausen an. Das „Caesar“ wird mit dem Start des Weihnachtsmarkts bis Anfang Februar komplett schließen. In den Filialen von „La Piazza“ wird der Eisverkauf ebenfalls ausgesetzt, wobei es am größeren Standort Maximilianstraße 82 dafür Lebkuchen gibt. Die Eismanufaktur „Englert“ wird den Eisverkauf von Anfang November bis März einstellen. „Wir gehen in den Winterschlaf“, so eine Mitarbeiterin. „Den Urlaub, den wir im Sommer nicht nehmen können, wird im Winter genommen.“ Es werde jedoch noch Eis für das Café „Schlosser“ produziert.

Zimt und Spekulatius

Anderswo geht es im Winter einfach weiter – vor allem in Geschäften im Innenbereich wie dem „Café Hindenburg“. Die Hauptsaison sei „sehr gut“ gelaufen, sagt Inhaber Rino Papantuono, und das Lokal „ist immer noch voll“. Natürlich sei die Nachfrage nach Eis nicht mehr ganz so groß wie im Sommer. Deshalb werde die Anzahl der Sorten auf 16 begrenzt, darunter Zimt und Spekulatius. Aber mit Waffeln harmoniere Eis immer noch gut, so Papantuono, außerdem seien die „Schneebälle“ begehrt.

Auch ein paar Meter weiter beim Eiscafé „De Vico“ in der Korngasse 36 geht es weiter. „Eigentlich ist es bei uns im ganzen Jahr gut“, sagt Inhaber Giovanni De Vico. „Wenn Touristen da sind, haben wir viel zu tun.“ Bei schlechtem Wetter gebe es ausreichend Plätze drinnen. Auch hier ist der Ansatz, die Eissorten zu reduzieren. „Dafür werden mehr Torten und Kuchen verkauft, so funktioniert das.“

Mandel, Marone und Feige

Im „Del Sole“ mit Standorten in der Maximilianstraße und am Berliner Platz gibt es auch Pizza und Pasta. Das mache ein Stück weit unabhängig von den Jahreszeiten, sagt Inhaber Saimir Kasemi. „Wir verkaufen aber das ganze Jahr Eis“, ergänz er. Die Hauptsaison sei in diesem Jahr sehr gut gewesen. Das reduzierte Sortiment im Winter umfasse zwölf verschiedene Eissorten.

Auch „Eis am Rhein“, ein Stück weg von der City in der Franz-Kirrmeier-Straße 20 gelegen, läuft im Winter gut, sagt Inhaber Angelo Tolone. Das Geschäft bietet noch weitere Produkte an, etwa Waffeln, Torten und Pizza. Natürlich sei der Eisverkauf nicht so gut wie im Sommer, erklärt er, „aber Eis geht immer“. Das Angebot werde im Winter auf 15 Geschmacksrichtungen reduziert. Gleichzeitig würden winterliche Sorten angeboten, wie Mandel, Marone oder Feige. Für die Saison 2024 gelte: Es habe wegen des regnerischen Frühlings „ein bisschen schlecht angefangen“, sei danach aber sehr gut geworden.

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