Speyer / Umland
Eiscafés in Speyer und Umland: Wieviel kostet die Kugel in diesem Jahr?
Eiscafé Roma, Maximilianstraße 52: Inhaber Domenico de Vico und sein Team gehen am Altpörtel in ihre 38. Saison – diesmal mit einer Preiserhöhung von 1,60 auf 1,80 Euro pro Kugel. Der Preis werde aber definitiv auch in der nächsten Saison stabil bleiben, betont Giuseppe de Vico, von Anfang an im Geschäft tätiger Vater des Geschäftsführers. Die Zutaten seien teurer geworden, das mache sich bemerkbar, da auf Qualität gesetzt werde. „Nur frische Früchte“, nennt der Seniorchef ein Beispiel. Wie 2025 würden bis zu 30 Sorten – darunter etliche vegane – angeboten. Die Renner seien Walnuss-Feige, Cookies, Snickers und Dunkle Schokolade mit Ingwer.
Café Hindenburg, Maximilianstraße 91: Inhaber Cesarino Papantuono und seine Frau Ina sind regelmäßig auf Eis-Messen, zum Beispiel im italienischen Rimini. Dort finden sie neue Rezepte und legen zudem sehr viel Wert auf die Qualität ihrer Zutaten. Das hat seinen Preis: 1,80 Euro kostet die Kugel Eis im Café – genau wie in der vergangenen Saison. „Wir verstecken uns dafür nicht“, sagt Papantuono. Bei Eis-Variationen lege „das Hindenburg“ Wert auf Abwechslung. Kürzlich seien etwa die Geschmäcker Amarena mit Keksen und Cappuccino mit weißer Schokolade neu hinzugekommen. „Die Leute nehmen es sehr gut an“, freut sich der Inhaber.
Eismanufaktur Englert, Korngasse 8: 20 Sorten zu 1,80 Euro die Kugel stehen jeden Tag in der Vitrine der Eismanufaktur zur Auswahl. Zwölf davon sind fest, acht variieren, erklärt Maximilian Englert, der für die Produktion verantwortlich ist. Insgesamt stünden sogar rund 70 Eissorten zur Verfügung, aus denen gewählt werden könne. „Bei uns ist die Vitrine an keinem Tag gleich“, sagt er. Wenn die Behälter einer der rollierenden Sorten abverkauft seien, komme die nächste an die Reihe. Im Trend lag 2025 Eiscreme aus Dubai-Schokolade, in dieser Saison zeichne sich ein Matcha-Trend ab – Nahrungsmittel mit dem zu Pulver zermahlenen Grüntee gibt es in vielen Variationen. „Wir experimentieren da“, sagt Englert. Jede Sorte habe ihre Fans, die auf Ankündigungen dazu warteten und dann gezielt vorbeikämen. Zu den Besuchern zählten eher weniger Touristen, dafür aber umso mehr Stammkunden, auf deren Wünsche eingegangen werde.
La Piazza, Maximilianstraße 37: Den Standort hat die Edenkobener Familie Viticchié vor fünf Jahren als ersten in Speyer eröffnet. Sie ist auch in ihrer Heimatstadt, in Neustadt und Landau vertreten. Der Kugel-Preis steigt in dieser Saison von 1,50 auf 1,70 Euro. Unter den bis zu 32 Sorten sind vier neue: Pistazien-Tiramisu, Sahne-Crunchy-Heidelbeer-Lavendel, La Piazza (Amarena-Crunchy) und Siciliano (Mandel-Orange-Pistazie). Hinzugekommen ist laut Inhaber Angelo Viticchié auch Joghurt-Aprikose ohne Zucker.
La Piazza, Maximilianstraße 82: An ihrem zweiten Standort in Speyer hat die Familie Viticchié das ehemalige „Nigri“ übernommen und bietet auch Sitzmöglichkeiten drinnen sowie auf der Maximilianstraße an. Wie bei der reinen Eisdiele in der Maximilianstraße 37 gibt es hier Eissorten aus ihrer Edenkobener Manufaktur – aber nicht ganz so viele. Dafür stehen unter anderem auch Kaffeespezialitäten, Prosecco, Aperol, Kuchen und Snacks auf der Karte.
Eiscafé de Vico, Korngasse 36: Giovanni De Vico feiert in diesem Jahr 30-jähriges Bestehen seines Eiscafés mit Innen- und Außenbereich sowie Konditorei und Kaffeerösterei. Er bietet bis zu 30 Sorten aus eigener Herstellung an und wechselt das Angebot je nach Saison. Im Frühling gibt es zum Beispiel Kirscheis, im Spätsommer zieht Pflaume, im Herbst Walnuss mit Feige in die Eistheke ein. Neu sind die Sorten Snickers sowie eine Mischung aus Kokos mit weißer Schokolade. Stark nachgefragt sind Dunkle Schokolade, Pistazie sowie die Joghurt-Sorten natur und mit Holunder. Eine Kugel kostet wie im Vorjahr 1,70 Euro.
Del Sole, Maximilianstraße 69: Inhaber Saimir Kaisemi betreibt den Standort seit 2014 und hat nach den guten Erfahrungen auch zwei Eiscafés in Mannheim dazugenommen. In Speyer geht er wegen der gestiegenen Kosten in diesem Jahr beim Kugelpreis von 1,50 auf 1,70 Euro. Bei den mehr als 30 Sorten versuche er stets, neue Trends zu berücksichtigen, diesmal mit Dubai-Schokolade und Himbeer-Pistazie als neuen Sorten, berichtet der Inhaber.
Del Sole, Im Erlich 49: Der Standort am Berliner Platz bietet ein Angebot weit über Speiseeis hinaus mit Pizza, Pasta und Salaten. Eine große Bedeutung haben aber immer noch die 24 Eissorten aus der Speyerer Manufaktur der Inhaberfamilie Kaisemi, bei der die Verantwortung für diesen Standort von Sohn Saimir auf Vater Petrit übergegangen ist.
Eis am Rhein, Franz-Kirrmeier-Straße 20: Für Angelo Tolones Eiskreationen müssen Kunden nicht aus dem Auto steigen – der Standort hat einen „Drive-in“. Dort bekommt man das hausgemachte Eis für 1,70 Euro pro Kugel direkt ins Auto gereicht. Eis, Flammkuchen, Pizza, Eiskaffee oder Aperol kann man auch im Pavillon oder auf der Terrasse genießen. Zur Auswahl stehen immer 26 Sorten, 52 sind es insgesamt. So will Tolone Abwechslung in sein Angebot bringen. Besondere Sorten sind Butterkeks, Karamell, Black Hawaii, Raffaello und andere. Aktuell tüftelt Tolone an einer neuen Sorte für den Sommer. Im Winter schmeckt sein Eis nach Zimt, Feigen oder Mandel. Die Preiserhöhung um 20 Cent im Vergleich zu den Vorjahren begründet Tolone mit erhöhten Personal- und Rohstoffkosten.
Melly’s Eiscafé, Raiffeisenstraße 3, Harthausen: Inhaberin Melinda „Melly“ Sidau hat sich vor sieben Jahren mit ihrem Eiscafé einen Traum erfüllt. Sie bietet 19 Sorten an, die in der Taberna Eismanufaktur in Hördt hergestellt werden. Über die Theke reicht sie immer wieder die beliebten Geschmacksrichtungen Vanille, Schokolade und Erdbeere sowie Engelblau und Butterkeks. Eine Besonderheit in ihrem Eiscafé sind die Bubble-Waffeln: eine Waffel mit Eis, Sahne, Soße und Toppings, die der Kunde auswählen kann. Eine Kugel kostet 1,60 Euro – zehn Cent mehr als im vorigen Jahr. Sidau begründet den Anstieg mit den allgemein gestiegenen Kosten.
Eiscafé Dolomiti, Ludwigstraße 22, Waldsee: Inhaberin Elena Rigoni bietet zurzeit – zum Saisonstart – 20 Sorten Eis an. Wenn es wärmer wird, kommen weitere hinzu, wie Kokos-Eis, Limoncello-Eis und Jogurt-Maracuja-Eis, sagt die gebürtige Italienerin, die ihr Handwerk von ihrem Vater und in der Meisterschule gelernt hat. Rigoni stellt ihr Eis jeden Morgen selbst her. In diesem Jahr verkauft sie erstmals Popcorn-Eis. Ebenso im Angebot sind die Sorten Snickers und Ricotta-Holunder. Eine Kugel kostet 1,50 Euro. „Ich habe den Preis bewusst nicht erhöht, weil alles teurer geworden ist und sich die Menschen das Eis noch leisten können sollen“, sagt Rigoni.
It’s time, Kirchstraße 1, Lingenfeld: Judyta Okuszko feiert in diesem Jahr mit ihrem Eiscafé „It’s time“ in Lingenfeld zehnjähriges Bestehen. Bei ihr gibt es nicht nur Eis, sondern zusätzlich polnische Mehlspeisen, regelmäßig Frühstücksbuffet sowie neu auch mittags ein Salatbuffet, wie sie berichtet. Die Kugel Eis kostet bei Okuszko 1,50 Euro, wie schon im Vorjahr. Sie hat 18 Sorten im Angebot. Neben den Klassikern gibt es auch Ungewöhnliches wie Lotus-Keks oder Honigmelone als Eis.
Eismanufaktur Walter, Schwegenheimer Straße 2a, Römerberg-Mechtersheim: Thomas Walter ist eigentlich als Betreiber des Landgasthofs „Zum Engel“ in Berghausen bekannt geworden. 2025 hat er in Mechtersheim die Eismanufaktur Walter eröffnet und bietet dort auch warme Speisen an. An Wochenenden gibt es besondere Events sowie Kaffee und Kuchen. Derzeit hat er neun Eissorten im Angebot, ab der kommenden Woche soll die Anzahl auf 14 steigen. Pralinen-Eis sei der Renner bei ihm, berichtet Walter. Der Preis für eine Kugel liegt unverändert bei 1,60 Euro.