Speyer Eingekreist

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Da haben die Verantwortlichen für die Sitzordnung bei der konstituierenden Sitzung des Rats der neuen Verbandsgemeinde Waldsee in Neuhofen mitgedacht. Sie setzten auf eine Seite CDU und SPD, damit man gleich eine Vorstellung von der Stärke der Partner hatte, die das Sagen haben. Auf der anderen Seite platzierten sie die Freien Wähler aus der Verbandsgemeinde und aus Altrip, die Grünen und die FDP. Die Grünen setzten sie dabei zwischen die beiden FWG-Fraktionen. Eine weise Entscheidung. Wer wäre besser geeignet, als die Partei der Pazifisten, um zwischen den beiden FWG-Fraktionen zu sitzen? Quasi die entmilitarisierte Zone im Verbandsgemeinderat. Vielleicht kommen die Grünen ja demnächst mit blauen Helmen in die Sitzung. (tc) Leichte Orientierungsschwierigkeiten hatte Wolfgang Kühn bei der konstituierenden Sitzung des Rats der neuen Verbandsgemeinde Waldsee. Gerade zum Ersten Beigeordneten gewählt, zog es ihn irgendwie automatisch wieder zurück zu seinem Platz in den Reihen der SPD-Fraktion – und nicht zum Verwaltungstisch. Doch Verbandsbürgermeister Otto Reiland rief seinen Stellvertreter zurück. Hatte er ihm doch extra einen Stuhl organisiert. Es ist aber nicht anzunehmen, dass diese kurzfristige geografische Orientierungslosigkeit sich negativ auf die Verwaltung der neuen Verbandsgemeinde auswirken wird. Kühn: „Zusammen bringen Otto Reiland und ich über 60 Jahre Verwaltungserfahrung mit. Da müsste etwas Gutes dabei rauskommen.“ (tc) Ach ja, es sollte übrigens niemand daran denken, sich mit der neuen Verbandsgemeinde Waldsee anzulegen. Na ja, jedenfalls nicht auf juristischem Wege. Denn der frisch gebackene Verbandsbürgermeister Otto Reiland stellte nicht nur erfreut fest, dass im Rat fast nur alte Hasen sitzen. Er zählte auch begeistert auf, dass unter den 36 Ratsmitgliedern fünf Juristen sind. Darunter zwei Richter – nämlich André Schlosser aus Neuhofen und Rainer Delventhal, der ebenfalls in Neuhofen wohnt. Gut, Delventhal ist zwar schon im wohlverdienten Ruhestand. Aber die Welt außerhalb Altrips, Neuhofens, Otterstadts und Waldsees wird die Worte vernommen haben. Und sich gut überlegen, ob sie sich mit dem neuen Verbandsgemeinderat anlegt. (tc) Die Bezeichnung schien nichts Gutes zu verheißen. „Bildung der Ausschüsse und Wahl der Ausschussmitglieder“ lautete Tagesordnungspunkt sechs bei der Römerberger Ratssitzung am Montag. Das hörte sich langatmig an. Schließlich ging es dabei um fünf Ausschüsse mit jeweils neun Mitgliedern und noch einmal so vielen Stellvertretern. Doch gemach, gemach: Die Fraktionen hatten sich schon im Vorfeld drüber verständigt, die Ausschussliste lag bei der Sitzung im Zehnthaus als Vorschlag vor. Bürgermeister Manfred Scharfenberger lotete dann aus, ob sich der Vorgang noch weiter beschleunigen ließe. Erstens wollte er wissen, ob die Vorschläge so in Ordnung seien. Waren sie. Zweitens fragte er, ob es ausreiche, per Akklamation zu wählen. Zustimmung beim Gemeinderat. Drittens fragte Scharfenberger, ob es genüge, wenn er die Ausschüsse vorlese und über alle gemeinsam abgestimmt werde. Auch hier kein Widerspruch. Als Scharfenberger loslegen wollte, hatte Grünen-Vertreter Matthias Hoffmann noch einen Beschleunigungsvorschlag: „Viertens: ohne Vorlesen?“, fragte er vorsichtig. Doch ganz so schnell wollte Scharfenberger seine zumindest vorerst letzte Sitzung als Römerbergs Bürgermeister nicht rumgehen lassen. Immerhin: Er beeilte sich beim Vorlesen. (snf) Über die theoretischen Auswirkungen der Fusionen haben Sie in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren viel in der RHEINPFALZ lesen können. Was das alles praktisch bedeutet, hat diese Woche ein Mann aus Harthausen sehr humorvoll zum Besten gegeben. Er hatte einen Termin in Zimmer 90 der Verbandsgemeindeverwaltung Römerberg-Dudenhofen. So weit, so gut: Als Harthäuser suchte er Zimmer 90 natürlich erst einmal im Rathaus von Dudenhofen. Das Ergebnis: Zimmer 90 gibt es dort nicht. Es ist – Sie ahnen es – ein Büro im Heiligensteiner Rathaus, dem zweiten Standort der Verwaltung. Der Suchende hat einen Vorschlag für alle weiteren Briefe, die die Verbandsgemeinde in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren verschickt: „Raufschreiben, ob das Büro in Dudenhofen oder in Römerberg ist.“ Sonst kann ein einfacher Gang zur Verwaltung in einem regelrechten Orientierungslauf enden. (snr)

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