Handball
Eine außergewöhnliche Mixtur bei Jan Burgard
„Wie der Handball, so gehört auch die Musik zu meinem Leben. Bereits von Kindheit an haben mich beide Bereiche begeistert“, berichtet der 52-Jährige im RHEINPFALZ-Gespräch. Auch auf Bodenständigkeit habe er immer großen Wert gelegt.
Im westpfälzischen Wernersberg aufgewachsen, blieb der Vater zweier Töchter seinem Heimatverein, dem TSV Wernersberg, bei dem er mit neun Jahren das Handballspielen erlernt hatte, bis zur Beendigung seiner aktiven Laufbahn mit Anfang Vierzig treu. Als Lieblingsvereine nennt Jan Burgard den THW Kiel und, wie könnte es bei seiner Heimatverbundenheit auch anders sein, die kurpfälzischen Rhein-Neckar Löwen. „Auch wenn sie derzeit ein kleines Tief durchlaufen“, wie Burgard gesteht.
Burgard: „Da mache ich mit“
Bereits frühzeitig habe er sich für Musik interessiert und im Jugendchor seines damaligen Nachbardorfes Silz mitgesungen, erinnert sich Burgard. Nachdem es ihn in die Südpfalz, zunächst nach Herxheim, verschlagen hatte, schloss er sich bis zu dessen Auflösung dem A-capella-Chor „Tonal Total“ in Rohrbach an. Auf einen Pressebericht hin, dass der gemischte Chor „Mixtur“ des Kulturvereins Bellheim weitere Sänger und Sängerinnen suche, stand für den Fan des amerikanischen A-capella-Chors „Pentatonix“ die Entscheidung fest: „Da mache ich mit.“
Burgard berichtet von einem abwechslungsreichen Repertoire der Gruppe: „Moderne Popsongs, Lieder und Arrangements aus Musicals, Balladen und klassische Werke, dazu Gospels und Filmmusik. Auch das weltweit bekannte und in Swahili-Sprache übersetzte und vertonte Vater Unser „Baba Yetu“ von Christopher Tin wird ab und zu vorgetragen.
Zwischen dem Handballsport und dem Chorsingen sieht Burgard Gemeinsamkeiten: „Der Teamgedanke, das gemeinsame Miteinander, das Erarbeiten und Einüben von Handball-Strategien zum einen und Musikstücken im Chorgesang zum anderen, verbindet beide Bereiche.“ Beide seien zudem von dem Leitgedanken geprägt „Einer für Alle, Alle für Einen“.
Zwangspause kommt nicht ungelegen
„Gleichgültig, ob im Sport oder der Musik, ein reibungsloses Zusammenwirken fühlt sich einfach toll an. Ob der angestrebte Erfolg beim Handballsport oder das gute Anhören des Chorgesangs“, betont Burgard. Einfach ideal und wunderbar sei es, wenn dazu auch noch die positive Rückmeldung der Zuschauer rüberkomme.
Die etwa fünf bis zehn jährlichen Auftritte, hauptsächlich in Festhallen der südpfälzischen Umgebung, seien durch die Corona-Pandemie arg eingeschränkt gewesen. So hätten deswegen zuletzt zwei Adventskonzerte im Alten Kindergarten in Bellheim abgesagt werden müssen. Auch die wöchentlichen Chorproben der etwa 30 Sängerinnen und Sänger könnten derzeit nicht in gewohntem Umfang stattfinden. So ganz ungelegen kommt Jan Burgard die Zwangspause allerdings nicht, da ihn der Beruf – er arbeitet als Teamleiter eines Landauer Bauträgers – , das Traineramt und daneben das Chorsingen sehr beanspruche. „Und eine Familie habe ich schließlich auch noch. Grundsätzlich lässt sich das alles zeitlich zwar ganz gut unterbringen.
Die Betreuung der HSG-Damen steht derzeit allerdings etwas im Vordergrund. Ich muss künftig einfach sehen, wie ich alles zusammen unter einen Hut bekomme“, räumt Burgard ein. Spaziergänge mit dem eigenen Hund dienen dabei zum Stressabbau.
Sommerurlaub bevorzugt
Das Weihnachtsfest verbrachte Burgard im Kreise der Familie zuhause in Herxheimweyher, da er als nicht sonderlich begeisterter Skifahrer den Sommerurlaub in wärmeren, südlichen Gefilden vorziehe. Bevor es im neuen Jahr beruflich und sportlich weitergehe, nutze er die Zeit „zwischen den Jahren“ vor allem als Erholungsphase.
Sein sehnlichster Neujahrswunsch: „Gesundheit – und dass es in Beruf, Sport und Chor ohne Corona-Einschränkungen weitergehen kann.“