Speyer Ein schlimmer Unfall und die Folgen

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Am 25. April 1986, es war ein Freitag, startete im Atomkraftwerk von Tschernobyl in der heutigen Ukraine ein Sicherheitstest. Die Techniker wollten wissen, wie das Kraftwerk einen Stromausfall überstehen würde. Doch der Test geriet völlig außer Kontrolle: In der Nacht auf Samstag explodierte ein Teil des Kraftwerks. Das war nicht nur schlimm, weil bei dem folgenden Brand viele Arbeiter und Feuerwehrleute starben. Zehn Tage lang gelangten auch Unmengen von gefährlichen radioaktiven Stoffen in die Luft. Solche radioaktive Teilchen gibt es überall in der Natur. In Atomreaktoren wird aus ihnen Strom gewonnen. Wie das genau geht, lernt ihr im Physik- und Chemieunterricht. Wichtig für die Folgen der Katastrophe von Tschernobyl ist, dass die radioaktiven Stoffe sehr giftig sind, wenn sie in größeren Mengen in Pflanzen, Tiere oder den menschlichen Körper gelangen. Zwar liegt Tschernobyl natürlich weit im Osten von Europa. Aber der Wind verteilte die radioaktiven Stoffe ganz weit: Fast überall in Europa, in Vorderasien und in Nordafrika fanden Wissenschaftler den „Fallout“. Das ist ein englisches Wort, das „Niederschlag“ bedeutet. Deshalb durften damals Kinder auch in Deutschland eine Zeit lang nicht im Sand spielen, Pilze durften nicht gegessen werden und auch kein Fleisch von Tieren, die vergiftetes Futter gefressen hatten. Besonders schlimm traf es aber die Menschen in der Nähe des Kraftwerks. In einer 30-Kilometer-Zone kann auch heute noch niemand mehr wohnen. Vor allem Kinder werden durch die Radioaktivität schnell geschwächt. Deshalb sind in Römerberg jedes Jahr Kinder zu Gast. Die Kinder verbringen drei Wochen hier, damit sie sich erholen können. Sie kommen aus Weißrussland und wohnen nicht weit weg von dem Ort, an dem damals die Katastrophe passiert ist. An zwei Wochenenden wohnen die Kinder in Familien. Leider haben sich noch nicht so viele Leute gemeldet, die die Kinder aufnehmen wollen. Ihr könnt ja mal eure Eltern fragen, vielleicht klappt es ja bei euch am zweiten oder dritten August-Wochenende. Ich habe für euch die Aussprache von Wörtern aus der russischen Sprache aufgeschrieben. Dann könnt ihr die Gäste in ihrer Sprache begrüßen. (kgi/snr)

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