Handball
Ein heftiger Einbruch
Die heimstarken Gastgeberinnen waren selbst überrascht von der Höhe ihres Erfolgs. Die Stimmung auf der langen Fahrt in die Nähe von Koblenz war gut. Der Start in die zunächst ausgeglichene Partie gelang den Pfälzerinnen. Beide Teams, die sich bis dato noch nicht gegenüber gestanden hatten, begegneten sich mit Respekt.
Viermal vorne
In der Abtastphase führte die HSG viermal mit einem Treffer. Bassenheim drehte den Spieß jeweils um, das Geschehen wogte hin und her. Alles schien auf eine interessante Auseinandersetzung mit dominierenden Abwehrreihen hinzudeuten. Der Abwärtstrend bei Lingenfeld/Schwegenheim setzte nach einem eigenen Torerfolg ein.
Elena Cairo warf das 8:7 (24. Spielminute). Es sollte Halbzeit übergreifend für neun Minuten der letzte Torerfolg sein. Die Rheinländerinnen zogen auf 14:7 davon. Was verursachte den Bruch? HSG-Trainer Jan Burgard, der jetzt eine Auszeit nahm, sagte hernach, das Team habe anfangs einige Torchancen nicht genutzt und so eine mögliche Pausenführung vergeben.
Tempospiel unterbunden
Die HSG fand nicht zu ihrem gewohnten Tempospiel und konnte sich mit zunehmender Spieldauer nicht mehr gegen die 6-0-Deckung der Kontrahentinnen durchsetzen. In der Folge verhinderten die Gäste zunächst bis zum 18:12, wiederum durch Cairo, dass der Rückstand anwuchs.
Indes, danach rührte der TVB Abwehrbeton an und zog auf 28:13 weg. Im Positionsangriff war das HSG-Spiel zu langsam, der Parallelstoß klappte nicht, und Wurfversuche über den gegnerischen Deckungsblock blieben fruchtlos. Der HSG gingen die Ideen aus. Taktische Veränderung in der eigenen Deckungsarbeit verpufften.
Nadine Fischer schied in der Schlussphase aufgrund einer Fußverletzung aus. Tabea Luickx und Anne Bechtel liefen nur angeschlagen auf. „Es war kein gutes Spiel von uns. Wir haben den Faden verloren“, resümierte Burgard. So könne die HSG in der Oberliga nicht gewinnen. Einen bleibenden Rückschlag sieht er nicht: „Wir müssen es wieder besser machen und zu unserem Tempospiel finden.“