Speyer Ein ganz besonderer Pachtvertrag
«Waldsee.» Der Partnerschaftsverein Ruffec hat den Sieg beim Ortsturnier des ASV Waldsee offensichtlich gepachtet. Wieder schaffte es die Mannschaft gestern ins Endspiel, dominierte dort 1:0 über ASV Alte Herren & Friends. Gewaltig für Wirbel sorgten die Freizeitsportler des VfL TuS Neuhofen: Sie stellten die beiden ältesten Akteure des zweitägigen Wettstreits in der Rheinauenhalle.
„Das ist eine Besonderheit, die es bisher noch nicht gab“, berichtete Michael Knoll, der gemeinsam mit Alex Krieger und Thomas Hauser die Turnierleitung bildete und berichtete von zwei Kickern mit Geburtsjahr 1943 beziehungsweise 1946. Die kamen auch beim ersten Finale gestern zum Einsatz, lieferten vor vollem Haus eine reife Show, die in den 20 Schlusssekunden noch zum Unentschieden und danach zum Siebenmeterschießen führte. Dort unterlag die ASV AH II den Freizeitsportlern mit 5:6. Dass der PSV Ruffec gut harmoniert, bewies sich beim Durchmarsch ins finale Match. „Innerhalb der Gruppe sind nicht viele Tore gefallen. Aber Ruffec stand deutlich an der Spitze“, merkte Knoll dazu an. Das wunderte den Mit-Organisator nicht: „Die Mannschaft trainiert jeden Montag in der Halle, ist einfach eingespielt und hat in der Vergangenheit schon mal einen Wanderpokal vereinnahmen können.“ Erfreulich sei, dass die ASV AH & Friends sich derart gut nach vorne arbeiteten. „Das war eine positive Überraschung“, kommentierte Knoll. Etwas holprig sei der Start zwar verlaufen. Aber dann habe sich der ASV das entscheidende Duell mit dem Autofahrer-Klub gesichert. Der wiederum sorgte für ein Ausreißer-Ergebnis mit einem 6:1-Sieg in der Gruppe über die Schlümpfe des Deutschen Roten Kreuzes und belegte am Ende den dritten Platz. „Ansonsten waren die Spiele fast alle ausgeglichen“, berichtete Knoll. Fairness habe ebenfalls vorgeherrscht, bis auf drei Ausnahmen, bei denen die Verbandsschiedsrichter Zeitstrafen verhängten. „Das war etwas unschön“, sprach Knoll das Spiel über Bande und „durchgebrannte Sicherungen im Kopf“ an. Eine gute Entscheidung sei die Ausweitung des Turniers auf das Verbandsgemeindegebiet gewesen. Mit 15 Mannschaften nahmen diesmal drei mehr als 2016 teil. Die jüngsten Fußballer seien 16 Jahre jung und organisierten sich in Teams wie der Kirchengemeinde oder Dynamo Tresen.