Speyer Ehemaliges „Stift“: Park wird wieder geöffnet

Vorbild Adenauerpark: nachts und nach Sturm geschlossen, sonst zugänglich.
Vorbild Adenauerpark: nachts und nach Sturm geschlossen, sonst zugänglich.

Der Park rund um das frühere Stiftungskrankenhaus soll der Bevölkerung wieder zugänglich gemacht werden. Das sei zunächst unabhängig vom geplanten „Stift“-Umbau.

Die Krankenhaus-Nutzung des historischen Gebäudekomplexes zwischen Stifts- und Mönchsgasse war vor zwei Jahren ausgelaufen. Zwar sind inzwischen unter anderem Corona-Test- und -Impfstellen in den Räumen angesiedelt. Der eingefriedete Park im Umfeld habe allerdings aus Gründen der Verkehrssicherung geschlossen werden müssen, erklärten Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) und Fachbereichsleiter Robin Nolasco im Stadtrat. Das habe mit abgängigen Geräten in der Grünanlage, aber auch mit den Treppen, die aus dieser ins Gebäude führten, zu tun.

„Das Krankenhaus hatte einen 24-Stunden-Dienst mit Hausmeister und besetzter Pforte“, erklärte Seiler den Unterschied zur heutigen Situation. Die Stadtverwaltung habe sich auf Nachfrage früherer Nutzer hin dennoch entschieden, das Gelände für Erholungssuchende „schnellstmöglich“ wieder zugänglich zu machen. Dafür entstehe derzeit ein Konzept, das einen abendlichen Schließdienst nach dem Vorbild des Adenauerparks, kleinere Umbauten, eine Beschilderung und einen Reinigungsplan umfasse. Einen konkreten Eröffnungstermin nannte die Stadtchefin noch nicht. Das ehemalige „Stift“ samt Park umfasst rund 12.700-Quadratmeter.

Ideenwettbewerb geplant

Über mehrere Jahre hinziehen wird sich die Umgestaltung des früheren Krankenhaus-Gebäudes für voraussichtlich Zwecke wie Wohnen, Arbeiten und Tagespflege. Die Stadtverwaltung geht von einem Baubeginn frühestens Mitte 2024 aus. Ein Abriss sei noch nicht ausgeschlossen, aber der Erhalt des Gebäudes – sofern technisch möglich – werde favorisiert, so Nolasco: „Die bisherigen Stimmungsbilder deuten stark darauf hin.“ Der Fachbereichsleiter kündigte eine Ideensuche zusammen mit Studierenden im Sommer und Herbst 2022, die Einsetzung einer Arbeitsgruppe und einen Prozess der Bürgerbeteiligung an. Die Königsplatz-Fläche solle in die Überlegungen einbezogen werden. Es gehe um ein „Leuchtturmprojekt der Innenstadtgestaltung“.

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