Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Dudenhofen: The Almost Three im Bürgerhaus

Kommen aus dem Pott: The Almost Three.
Kommen aus dem Pott: The Almost Three.

Die Band The Almost Three gab sich im Bürgerhaus Dudenhofen die Ehre und es kamen deutlich mehr als beinahe drei zahlende Gäste. Dafür waren auf der Bühne exakt drei Musiker, die neben Spass auch einige Songs mit viel „Wumms“ dabei hatten.

Gitarrist und Sänger Martin Ettrich sucht wahrscheinlich immer noch die angekündigte zweite Ballade, von beinahe drei schmusigen Stücken zu sprechen wäre ganz vermessen. Gerade der vielgebuchte Sessionbassist Max Schmitz, der im Trio der fixe Zweite ist, fährt einen sehr kernigen, geradezu „gitarresken“ Sound mit seinem Fünfsaiter. Ihr Talent zum Grooven durfte die Rhythmusfraktion mit Drummer Benny Korn dann auch kurz vor Ende noch unter Beweis stellen, während Gitarrist Ettrich gemütlich Richtung Bar schlenderte und sich mit dem Publikum unterhielt.

Bei allem Flachs war das eine hochseriöse Darbietung dreier exzellenter Musiker. Neben einigen eher unbekannten Coverversionen von bekannten Künstlern wie Jeff Beck glänzte das Programm durch vielschichtige Arrangements. Manche der Eigenkompositionen wirkten geradezu kauzig wie aus der Feder der Krautrocker Guru Guru, andere Riffs schienen aus der Stahlschmiede von Deep Purple entlehnt zu sein – und wenn man weiß, dass Ettrich nach wie vor bei Birth Control die sechs Saiten bedient, verwundert es nicht, ein derartiges Konglomerat an Einflüssen zu hören. Den Gesang setzt er eher spärlich ein und da gerne mit einer Talkbox verfremdet.

Lebhafte Tanzeinlagen

Da schliesst sich der Kreis dann auch Jeff Beck, der diese Form der akustischen Verfremdung einsetzte. Noch bekannter wurde die Apparatur dann durch Peter Frampton, der damit seine Gitarre sprechen ließ.

Nachdem im Vorverkauf gerade mal beinahe drei Karten weggegangen sind, war die Kulisse im Bürgerhaus Dudenhofen sehr überschaubar. Aber die Musiker ließen sich davon nicht die Laune verderben und das übertrug sich spätestens nach der Pause auch auf das Publikum. Der Applaus wurde lauter, die Tanzeinlagen lebhafter und die düstere Prophezeihung des Veranstalters, dass die Hälfte der Zuschauer vorzeitig geht, bewahrheitete sich ebenfalls nicht.

Launige Ruhrpottrecken

Nach dem Bass/Schlagzeugintermezzo gabs noch zwei Zugaben und keiner hat den Saal verlassen. Im Gegenteil, die Truppe verkaufte noch eifrig von ihren mittlerweile beinahe drei erscheinenen CDs eifrig. Eigentlich sind es sogar fünf, aber die erste ist ausverkauft und die „Limited“ ist ein Sammelsurium von „rogh mixes“ und Livestücken, so dass die Rechnung doch wieder aufgeht. Alles bisher erscheinen auf dem Label Pottpeople, von dem auch die augenzwinkernde Stilbezeichnung „Pottpeople Blues“ entlehnt ist. Passt zur launigen Grundhaltung der Ruhrpottrecken.

Sollte sich der Auftritt herumsprechen, dann könnten beim nächsten Mal beinahe 333 Zuschauer kommen.

Spielten in Dudenhofen: The Almost Three.
Spielten in Dudenhofen: The Almost Three.
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