Speyer Dudenhofen/Schifferstadt beeindruckt

Kreuzung: Christina Marceaux (Mitte) von der HSG Dudenofen/Schifferstadt wühlt sich durch.
Kreuzung: Christina Marceaux (Mitte) von der HSG Dudenofen/Schifferstadt wühlt sich durch.
Pfalzliga: TV Ruchheim - TuS Heiligenstein 23:27 (13:13).

Die TuSler holten die zwei Punkte im Aufsteigerduell beim Tabellenneunten Ruchheim, nachdem dieser in der ersten Halbzeit meist noch eine knappe Führung behauptete. Lange Zeit war unsicher, ob überhaupt gespielt werden kann, nachdem es an mehreren Stellen in die Halle regnete. Der entscheidende Schachzug zum Sieg in diesem zunächst umkämpften Spiel glückte TuS-Coach Steffen Schneider während einer Ruchheimer Auszeit in der 24. Minute, als er die Abwehr wesentlich offensiver einstellte. Der TV kam nun nicht mehr so nah ans Tor. Heiligenstein übernahm Stück für Stück die Initiative auf dem Feld. Hinzu kam, dass der TuS gerade nach Wiederanpfiff zum Tempospiel kam und die Ruchheimer viel zu langsam in der Rückwärtsbewegung agierten. So setzten sich die Gäste über 17:14 (36.), 23:17 (50.) und 26:20 (56.) ab. „Wir haben heute über 60 Minuten eine sehr konzentrierte Abwehrleistung geboten“, sagte Schneider nach dem Match. Wichtig war für ihn, dass „jeder funktioniert hat, der auf das Spielfeld kam“. Frauen: FSG Hauenstein/Rodalben - HSG Lingenfeld/Schwegenheim 19:31 (9:14). „Wir haben deutlicher gewonnen, als ich es erwartet habe. Ich habe mit einer schwereren Aufgabe gerechnet“, sagte HSG-Trainer Akin Calisir. Vor 60 Zuschauern lagen die Einheimischen nie in Führung. Nach dem 2:2 blieb die FSG bis zum 4:6 (15.) dran. Zu viele technische Fehler, zu viele unvorbereitete Torwürfe, keine Absprachen in der Deckung – Calisir nahm eine Auszeit. Danach zogen die Gäste entscheidend auf 13:4 durch Ulla Eppel davon. Doch der Schlendrian kehrte zurück. „Plötzlich hörten wir wieder auf, Handball zu spielen, als ob erneut eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz stehen würde“, berichtete der Coach. Näher als auf 10:14 kamen die Westpfälzerinnen jedoch nicht heran. Mit einer fortan starken Mannschaftsleistung ließ sich die HSG nicht ins Bockshorn jagen, zog über 20:15 (40.), 23:15 und 29:16 davon. SG Lambsheim/Frankenthal - TuS Heiligenstein 14:17 (5:9). In dem zähen Ringen dominierten die Abwehrreihen. Heiligensteins Torfrau Sabrina Schrader überragte. Beide ließen jeweils drei Strafwürfe ungenutzt. Lena Knauff markierte in Minute eins das 1:0 für die Gäste. Der Aufsteiger egalisierte zum 1:1, das einzige Remis im gesamten Verlauf. Der TuS löste sich bis Mitte des ersten Durchgangs mit drei Treffern und kontrollierte das weitere Geschehen. Mehr als auf 8:10 (37.) verkürzte Lambsheim/Frankenthal nicht. Jessica Weiß traf zum 17:12 (57.). „Ich bin sehr erleichtert, dass wir gewonnen haben. Das war sehr wichtig“, sagte TuS-Trainer Markus Lemmert. Er sah die Seinen als bessere Mannschaft und war stolz auf die Leistung: „Mit diesem Aufgebot zu gewinnen ist nicht selbstverständlich.“ HSG Dudenhofen/Schifferstadt - SC Bobenheim-Roxheim 33:24 (15:13). Das war eindrucksvoll. Die Gastgeberinnen unterstrichen ihre sehr gute Verfassung und rangen den hartnäckigen Aufsteiger nach dem 24:22 (46.) nieder. Abgesehen vom 3:4 (8.) lagen die Einheimischen nie zurück. Die Schützlinge von Spielertrainerin Katja Brill brachten bis zu fünf Treffer Differenz zwischen sich und den SC. Der gab sich nicht auf, nutzte Fehler und kämpfte sich mit leichten Toren immer wieder heran, ohne gleichzuziehen . Anna Isselhard sah wegen Fouls Rot (46.). In dieser Phase kassierte die HSG trotz 3:6-Unterzahl kein Tor. Brill: „In der Abwehr lief’s nach diesem Aufbäumen besser.“ Nach dem 27:24 (54.) machte die HSG den Sack mit einem Sechserpack zu. Dudenhofen/Schifferstadt sei die bessere Mannschaft gewesen, habe den Gegner aber häufig selbst erst stark gemacht, meinte der Coach. Verbandsliga: HSG Dudenhofen/Schifferstadt - HSG Eppstein/Maxdorf 43:34 (23:16). Die Hausherren legten von Anfang an sehr hohes Tempo vor. Nur beim 1:1 zog Eppstein/Maxdorf gleich. Nach knapp einer Viertelstunde löste sich Dudenhofen/Schifferstadt deutlich über 10:8, 12:9 und 16:10. Coach Siggi Oetzel wies die Seinen in der Pause an, den Doppelwechsel der Gäste von Angriff auf Abwehr sofort auszunutzen, sodass die HSG fast jedes Gegentor mit einem eigenen Treffer konterte. „Heute war die Körpersprache eine ganz andere. Wir hatten den besseren Plan, und alle haben sich daran gehalten“, sagte er. Er stellte Spielmacher David Kolb und Außen Kevin Gerber etwas heraus. Der Sieg kam über 33:25 (45.) nicht mehr in Gefahr. Manuel Grill setzte nach dem 40:34 mit einem Hattrick den Schlusspunkt. TuS Neuhofen - HSG Lingenfeld/Schwegenheim 33:25 (15:13). Die HSG spielte bis zur Pause in der Verteidigung beweglich. Die Offensive nutzte die Chancen meist. Nach Wiederbeginn folgte ein kompletter Bruch. Viele technische Fehler und 13 Minuten ohne Treffer nutzte Neuhofen, um mit leichten Toren wegzuziehen. „Es war viel mehr drin. Wir haben es uns selbst schwer gemacht“, sagte Trainer Jan Burgard. Erst mit einem 5-0-Lauf und wieder erwachtem Kampfgeist gelang gegen Ende etwas Ergebniskosmetik. Burgard: „Wir müssen weitermachen und werden die Pause jetzt nutzen, um an unseren Spielkonzeptionen zu arbeiten.“ Frauen: SG Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim - TuS Heiligenstein II 29:20 (15:10). Das erste Spieldrittel misslang Römerberg weitgehend. Einige reisten direkt nach dem Match der ersten Mannschaft in Frankenthal an, waren nach Einschätzung von TuS-Trainer Michael Meyer „mit dem Kopf zunächst nicht richtig bei der Sache“. Das zeigte sich in einigen Fehlwürfen. Nach Nicki Kricks 3:3 (7.) enteilten die Nordpfälzerinnen auf 11:5. Meyer versuchte es vergeblich mit verschiedenen Abwehrtaktiken: „Man hatte nicht wirklich das Gefühl, dass uns die Wende gelingen könnte.“ Weniger als drei Treffer betrug die Differenz nicht mehr.

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