Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Dudenhofen: Kulturverein legt Programm für erste Hälfte des Jahres 2020 vor

Südpfalz-Blues als Markenzeichen von Sixpack: Die Band besteht aus Lutz Kern, Jürgen Schega, Werner Kunz, Hans Steinbacher und G
Südpfalz-Blues als Markenzeichen von Sixpack: Die Band besteht aus Lutz Kern, Jürgen Schega, Werner Kunz, Hans Steinbacher und Gerd Zittel (von links). Foto: van

Der Kulturverein Dudenhofen, kurz und knackig Kudu, hatte in die Waldgaststätte Ganerb geladen, um sein Programm für die erste Hälfte des Jahres 2020 vorzustellen, einen Ausblick auf die zweite Jahreshälfte zu wagen und neben einem Rückblick auf die Erfolge der abgelaufenen Spielzeit auch die Probleme anzusprechen, die sich ebenfalls ergeben hatten.Dabei stand an oberster Stelle, dass die Termine des Kudu nicht mehr auf der Veranstaltungsseite der RHEINPFALZ erscheinen. Daraus entspann sich eine Diskussion über alternative Werbekanäle. Wie sich bei der Veranstaltung mit Marcel Adam zeigte, sind über den RHEINPFALZ-Ticket-Service etwa 50 Eintrittskarten weniger verkauft worden, dafür gingen über andere Kanäle mehr Bestellungen ein. Weil speziell das Internet immer wichtiger wird, soll die pflegeintensive Website auf ein einfacheres Format umgestellt werden, wie Willi Kannegießer verkündete, der bisher die HTML-basierte Seite verwaltet. Außerdem soll die Werbung über soziale Medien intensiviert werden. Dazu wurden allerdings noch keine konkreten Maßnahmen beschlossen.

Auf Nachfrage, warum bisher so wenig Frauen bei den Veranstaltungen aufgetreten seien, antwortete Karl-Heinz Osche ganz simpel: „Weil sich bisher keine Agentur mit einer weiblichen Künstlerin gemeldet hat.“ Das gelte im Übrigen auch für andere Künstler, die zwar durchaus ins Programm passen würden. Aber man telefoniere nicht den Agenturen hinterher, um deren Job zu erledigen.“

Den Auftakt übernimmt die Gruppe Sixpack aus Landau

Doch auch so kann sich das Programm für 2020 sehen lassen: Den Auftakt bildet die Gruppe Sixpack aus Landau, die gerade ihr neues Album in Speyer aufnimmt. Südpfalz-Blues ist das Markenzeichen der Band, die auch schon mit Chris Farlowe von Coloseum und Hendrik Freischlader unterwegs war. Blues mit Pfälzer Texten auf dem neuen Album soll der Truppe ein Alleinstellungsmerkmal verleihen, von dem man sich am 25. Januar im Bürgerhaus überzeugen kann.

Am 13. Februar spielt mit The Almost Three die Truppe um den Gitarristen von Birth Control ebenfalls im Bürgerhaus. Der März steht ganz im Zeichen des Jazz: Am 5. März kommt Gitarrenvirtuose Joscho Stephan in die Festhalle und hat das früher so genannte „Jazz-Wunderkind“ Bireli Lagrene dabei – ein Saitenzauberer, der normalerweise in wesentlich größeren Hallen spielt. Am 6. März folgt das Trio Variety um den Schlagzeuger Allan Blairman, der in seiner 50-jährigen Karriere bereits mit dem „who is who“ der internationalen Jazz-Szene gespielt hat. Den Abschluss des dreitägigen Jazz-Festivals bilden mit Lömsch & Sperrfechter zwei alte Bekannte aus der Speyerer Szene. Am 23. April steht eine „Krautrock-Nacht“ auf dem Programm. Mani Neumeier feiert bald seinen 80. Geburtstag, und sein Abschied von der Bühne wird wohl nur noch eine Frage der zeit sein, aber vorher lässt es seine Band Guru Guru nochmal richtig krachen. Zusammen mit den alten Weggefährten von Jane und Violette Sounds aus Aachen wird die Festhalle gerockt. Den letzten Termin vor der Sommerpause bestreitet Josh Smith. Der Mann aus Kalifornien hat bereits mit Joe Bonamassa zusammen gespielt und kommt nun mit seinem Blues-Trio ins Bürgerhaus.

Für das zweite Halbjahr gibt es noch keine hundertprozentig fixen Termine, aber es soll auf jeden Fall politisches Kabarett ins Programm kommen, und mit einer legendären Psychedelic Rock Band aus England laufen ebenfalls bereits Verhandlungen.

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