Speyer Domkrippe kommt in die Schaufenster der Stadt

Die Szene mit dem Jesuskind: Detail der Domkrippe.
Die Szene mit dem Jesuskind: Detail der Domkrippe.

Statt im Dom wird die große Weihnachtskrippe des Domkapitels diesmal in Schaufenstern von städtischen Geschäften aufgebaut.

Dass die Krippe im Speyerer Dom 2020 nicht aufgebaut wird, war vorige Woche entschieden worden. Grund (wie berichtet): die nicht zu kontrollierende Einhaltung der Abstandsregeln. Am Mittwoch hat das Bistum über eine Alternative informiert: Einzelne Szenen der teilweise aus den 1920er-Jahren stammenden Krippe werden in mehreren Schaufenstern der Stadt gezeigt. Andere Ideen, wie ein Aufbau der Krippe im Domgarten oder in der Vorhalle, seien mit Rücksicht auf mögliche Beeinträchtigungen für die Holzfiguren wieder verworfen worden.

Domdekan Christoph Kohl ließ demnach bei den inhabergeführten Geschäften in der Innenstadt nachfragen, ob in deren Schaufenstern die Krippe gezeigt werden könne, und stieß laut Bistum sofort auf offene Ohren. „Ich fand die Idee, die Heilige Familie in meinem Schaufenster zu beherbergen, einfach wunderbar. So kann das Christuskind zu den Menschen kommen“, wird Peter Bödeker, Inhaber der Schuhhaus Bödeker GmbH und Vorsitzender der Leitungsgemeinschaft „Das Herz Speyers“, in der Mitteilung zitiert.

QR-Codes an die Fenster

Zwar gelte auch vor den Schaufenstern Masken- und Abstandspflicht, dafür sei draußen die Ansteckungsgefahr wesentlich geringer und die Krippe könne zu jeder Tages- und Nachtzeit besucht werden, wirbt das Bistum für die Premiere. Domdekan Kohl und Obersakristan Markus Belz hätten die Idee gehabt, die Krippe in einzelne Szenen aufzuteilen. Im nächsten Schritt werde das Domkapitel mit den interessierten Geschäftsleuten klären, wo welche Figuren unterkommen können. „Eine Liste der einzelnen Krippenstationen wird veröffentlicht, sobald die Beteiligungen feststehen“, teilt das Bistum mit. An den Schaufenstern würden dann QR-Codes angebracht, um per Smartphone Informationen zur Krippe abrufen zu können.

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