Speyer Die Taufe naht

Einen Namen gibt es auch ein Jahr nach der Geburt noch nicht für das Baby. Aber immerhin eine Ankündigung: Bald wird die 23.400 Einwohner zählende Verbandsgemeinde Waldsee einen neuen Namen haben.
, Neuhofen, Otterstadt und Waldsee haben sich am 1. Juli 2014 zur Verbandsgemeinde Waldsee zusammengeschlossen. Im Fusionsvertrag steht, dass das Innenministerium innerhalb eines Jahres nach dem Zusammenschluss einen neuen Namen für die Verbandsgemeinde Waldsee festlegt. Das Jahr ist heute rum – einen neuen Namen gibt es noch nicht, die Verbandsgemeinde trägt immer noch den Namen Waldsee. Wie lange noch, ist offen. Vom Sprecher des Innenministeriums in Mainz heißt es zur Namensfrage nur: „Das Ministerium wird in Kürze über den künftigen Namen der Verbandsgemeinde, die derzeit den vorläufigen Namen Waldsee trägt, entscheiden.“ Der Streit um den neuen Namen hat das Jahr geprägt. Eine Bürgerabstimmung und viele Ratsabstimmungen später ist man dort angelangt, wo man schon vor einem Jahr hätte sein können: beim Namensvorschlag „Rheinauen“. In der Verbandsgemeinderatssitzung am 11. Juni haben 23 Ratsmitglieder für „Rheinauen“ votiert, zehn fanden Waldsee besser. Und auch bei einer Bürgerabstimmung im Frühjahr haben 57,4 Prozent für „Rheinauen“ gestimmt. Die Mitarbeiter des Innenministeriums bekamen nach der Verbandsgemeinderatssitzung Post aus Waldsee mit den Abstimmungsergebnissen aus den Räten, dem Ergebnis der Bürgerbefragung und Presseberichten. Detlef Schneider, Büroleiter der Verbandsgemeindeverwaltung, sagt: „Sie sind im Grunde informiert.“ Für ihn ist es kein Drama, dass der neue Name noch nicht da ist, die Ministeriumsmitarbeiter hätten ja erst kürzlich – nach der abschließenden Behandlung im Verbandsgemeinderat – alle Unterlagen bekommen. So gibt es zwar keinen Namen zum Einjährigen – aber ein kleines Geburtstagsgeschenk soll es heute doch geben: Ein Eis für jeden Mitarbeiter der Verwaltung. (snr)