Speyer Derby um die Spitze

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«Römerberg». In der Handball-Pfalzliga der Männer stehen sich morgen, 18 Uhr, der TuS Heiligenstein und die TG Waldsee gegenüber. Die Begegnung ist nicht nur ein Derby, sondern auch das Spitzenspiel zwischen ungeschlagenem Tabellenführer und dem nur einen Minuszähler schlechter postierten Fünften.

„Wir haben natürlich schon einen Traumstart hingelegt, mit dem so nicht zu rechnen war“, sagt TuS-Trainer Steffen Schneider angesichts des bisherigen Abschneidens des Aufsteigers – wohlwissend, dass zumindest die ersten vier Kontrahenten nicht zur Creme der Liga gehören. Aber der 30:29-Sieg zuletzt in Rodalben hat aufhorchen lassen. „Die Mannschaft hat sich für die Arbeit in der Vorbereitung belohnt, aber insbesondere auf dem Erfolg in Rodalben dürfen wir uns natürlich nicht ausruhen“, mahnt der Coach zur Vorsicht. Gegen Waldsee will der TuS zu Hause gewinnen. Schneider schätzt die Gäste als eingespielte Sieben ein, die nicht auf herausragende Einzelkönner setzt, sondern im Kollektiv, aus dem sich stets ein anderer positiv hervortut, funktioniert. „Das macht die Vorbereitung nicht einfach. Und wirkliche Schwächen sehe ich keine“, sagt Schneider. Aber er will sich sowieso vor allem mit der eigenen Leistung sowie dem eigenen Spiel beschäftigen und eine gute Zusammenarbeit seiner Abwehr mit den Torwarten, schnelles Umschalten und ein strukturiertes Angriffsspiel mit guter Quote im Abschluss sehen. Schneider rechnet mit einer vollen Rhein-Pfalz-Halle und so automatisch mit mehr Emotionen und vielleicht auch etwas mehr Rivalität als sonst. Daniel Reiß ist nach wie vor verletzt. Einige andere Akteure sind angeschlagen, aber Schneider rechnet damit, dass morgen alle zur Verfügung stehen. Bei 15 Spielern muss sogar einer aussetzen, was kurzfristig entschieden wird. „Bisher sind wir zufrieden. Die einzige Niederlage in Rodalben war ärgerlich, ist aber aufgrund der vielen Ausfälle und Verletzungen während des Spiels erklärbar“, fällt die Zwischenbilanz von TG-Betreuer Timo Weiß ebenfalls positiv aus. Auch die TG will morgen gewinnen. Man ist sich bewusst, dass dafür das gesamte Potenzial abgerufen und die Konzentration über 60 Minuten hochgehalten werden muss. Wobei Weiß einräumt, die Hausherren nicht wirklich zu kennen, weil man zuletzt in unterschiedlichen Klassen und nicht gegeneinander gespielt hat. Aber das bisherige Abschneiden des Neulings nötigt der TG großen Respekt ab. Zumal der TuS Heiligenstein nichts zu verlieren habe und sicher selbstbewusst und mit viel Euphorie auflaufen werde, erklärt Weiß. Für ihn ist entscheidend, dass das Team von TG-Trainer Rainer Eckrich seine Hintermannschaft stabilisieren und die Abstimmung verbessern kann. Als weitere Bausteine nennt er eine gute Torhüterleistung und eine effektive Verwertung der Torchancen. Bei Waldsee fehlen die verletzten Sascha Dattge und Marco Diebold, Dominik Willersinn kehrt nach seinem Urlaub ins Aufgebot zurück.

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