Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Derby in der Pfalzliga: Speyer gegen Dudenhofen/Schifferstadt

Der TSV Speyer und die HSG Dudenhofen/Schifferstadt wünschen sich ein faires Derby.
Der TSV Speyer und die HSG Dudenhofen/Schifferstadt wünschen sich ein faires Derby.

Guten Sport, Spannung, Emotionen wie beim 34:34 im Hinspiel – dies verspricht erneut das Lokalderby der Handball-Pfalzliga zwischen dem TSV Speyer und der HSG Dudenhofen/Schifferstadt. Los geht's in der Sporthalle Ost am Sonntag, 17 Uhr.

Zur Einstimmung kann auf Facebook oder Instagram ein eigens für die Partie von einer Speyerer Firma produzierter Trailer abgerufen werden. „Wir wollen damit möglichst viele in die Halle locken und für den Handballsport begeistern“, sagt TSV-Öffentlichkeitsarbeiter Benjamin Eisensteck. Er geht von einem großen Zuspruch aus und empfiehlt ob der Parkplatzsituation eine frühe Anfahrt. Ansonsten wünscht er sich ein faires und friedliches Derby. „Das beidseitige Nachtreten soll nicht wieder vorkommen. Der Sport muss im Vordergrund stehen“, sagt auch HSG-Übungsleiter David Oetzel. Für ihn treffen qualitativ zwei Topteams aufeinander, die sich auf dem Spielfeld gegenüber stehen – nicht auf der Tribüne oder im Internet.

Sportlich ist für Speyer als Tabellenvierter am drittletzten Spieltag der Zug in Richtung Meisterschaft abgefahren. Aber auch für Oetzel, der mit den Seinen als Zweiter nur einen Zähler hinter dem Primus liegt, steht der Titelgewinn nicht mehr im Vordergrund: „Die Meisterschaft spielt für uns keine Rolle, da ein Ausrutscher des HLZ Friesenheim/Hochdorf, das seit Wochen seinen Kader mit Drittligaspielern verstärkt, sehr unwahrscheinlich ist. Eine Meisterschaft und einen Aufstieg so realisieren zu wollen, sei mal dahin gestellt.“

Starker Rückraum

Eisensteck will den eigenen Fans ein gute Leistung zeigen: „Wir wollen das Spiel so lange wie möglich offen halten. Dudenhofen/Schifferstadt steht nicht umsonst da oben. Wir möchten nicht wie im Hinspiel so viele Großchancen vergeben, wollen unsere Möglichkeiten besser ausnutzen.“ Als Stärken der gut eingespielten Gäste nennt er das hohe Tempo, die Variabilität und den starken Rückraum. Um nicht überrannt zu werden, dürfe man sich nicht viele technische Fehler erlauben.

In Speyer ist die Grippewelle unterwegs, die in punkto Aufstellung noch für die eine oder andere Unsicherheit sorgen könnte. Insbesondere den angeschlagenen Fabian Markert hat Eisensteck für Sonntag nicht auf dem Zettel.

„Auf uns wartet die abgezockteste Mannschaft der Liga“, sagt Oetzel über den Gegner und stellt vor allem die massive Abwehr mit Torsteher Tim Doppler als Rückhalt heraus. Er will ein gutes und selbstbewusstes Auftreten seines voraussichtlich in Bestbesetzung auflaufenden Teams sowie „100 Prozent Fokus und Geilheit“ sehen. Sollte dies gelingen, dann sei das Endergebnis für ihn tatsächlich nebensächlich. David Oetzel: „Wenn wir Speyer nicht ins Rollen kommen lassen, dann haben wir eine Chance.“

Rheinpfalz-Tipp: 29:30

Speyer hat zuletzt nur 5:5 Punkte geholt. Die HSG setzt ihren Lauf von sieben Partien ohne Niederlage fort und gewinnt nach einer umkämpften Begegnung glücklich.

x