Fußball
Der FV Dudenhofen und die Sprüche fürs Phrasenschwein
Von Sascha Ohler
DUDENHOFEN. Nach der unerwartet hohen Heimniederlage gegen Pfeddersheim geht’s für den Tabellenzweiten der Verbandsliga Südwest, den FV Dudenhofen, in Hauenstein weiter um den Aufstieg. Neues Personal hat diese Woche auch unterschrieben. Sprüche fürs Phrasenschwein bemüht man auch beim FV Dudenhofen gerne mal: Mund abputzen, Krönchen richten, weiter machen. So das Credo der Verantwortlichen. Die Trainingswoche am Dudenhofener Sportplatz sei indes ganz ordentlich gelaufen, es sei gut geübt und über die Fehler des vergangenen Spieltags gesprochen worden.
Aufarbeitung ja, aber auch den Fokus legen aufs kommende schwere Match in Hauenstein. Soweit der Stand nach der Niederlage vom Samstag, da gab es ja bekanntlich zuhause eine Packung gegen die TSG aus Pfeddersheim. Das 1:4 war sicher eines der schwächsten Spiele in der aktuellen Runde des FVD. Umso wichtiger, so Trainer Kevin Hoffmann, dass man sich jetzt neu sortiere und die Mentalität habe, das andere Gesicht zu zeigen.
Nur ein Sieg hilft Hauenstein
Gegen Hauenstein müssten Kampf, Leidenschaft und Bereitschaft auf den Rasen. „Wir müssen da rein und uns zeigen“, so der Coach. Hauenstein steht derzeit auf Platz 16 der Tabelle, kämpft mit allen Mitteln um den Klassenerhalt, was das Spiel sicher nicht einfacher machen wird. „Wir wissen, was da auf uns zukommt“, meint der Trainer. Aber Hauenstein zeigte zuletzt auch keine besonders guten Leistungen, am Sonntag verlor das ehemalige Oberligateam in Bretzenheim mit 0:4.
Schaut man auf das Tableau der Verbandsliga, wird schnell klar, dem SCH hilft nur ein Sieg gegen Dudenhofen, sonst droht frühzeitig der Abschied in die Landesliga. In Dudenhofen dagegen plant man eher den anderen Weg, den nach oben, in die Oberliga. So könnten auch die neuesten Personalentscheidungen an der Iggelheimer Straße bereits ein Signal der Verantwortlichen sein: hier will ein Verein aufsteigen.
Viel Power und Physis
So gab es diese Woche bereits drei Neuzugänge für die nächste Saison: Samuel Wolf (20) wird ab Sommer das gelb-schwarze Trikot tragen und die Offensive des FVD verstärken. Wolf durchlief in seiner Jugend unter anderem die U19-Regionalligamannschaft des FC Speyer und kickte im Herrenbereich in der Verbands- und Oberliga bei Viktoria Herxheim. FVD-Sportdirektor Nico Henrich: „Samuel passt in unser Konzept. Schon als Jugendtrainer fand ich ihn unglaublich spannend – auch wenn er damals leider immer auf der anderen Seite gespielt hat. Jetzt sind wir überzeugt, dass er unser Offensivspiel variabler machen wird und seine Qualitäten bei uns zeigt.“
Nummer zwei mit neuem Arbeitspapier in Dudenhofen: Elias Bangna. Der Verteidiger führt die U19-Regionalligamannschaft des Ludwigshafener SC momentan als Kapitän aufs Feld. Ausgebildet wurde er bei der FG Mutterstadt, wechselte über den 1. FC Kaiserslautern und Waldhof Mannheim zum LSC. „Elias ist ein junger, hungriger Spieler, der sich bei uns durchsetzen will“, sagte Henrich. Und der dritte im Bunde der Neuen ist der Neustadter Dominik Petzold (20), der sowohl am Flügel, als auch im Zentrum spielen kann, kickte in der Jugend unter anderem beim FC Speyer und bei Waldhof Mannheim. Noch mal Henrich: „Dominik war schon länger bei uns auf dem Zettel und wir wollten ihn unbedingt. Er gibt unserem Spiel noch mal eine andere Durchschlagskraft, viel Power und Physis. Wir freuen uns sehr, dass er sich für uns entschieden hat und wollen gemeinsam mit ihm seine Entwicklung, die längst nicht abgeschlossen ist, weiter vorantreiben.“ Das Spiel gegen SC Hauenstein beginnt am Samstag um 17 Uhr im Stadion am Neding. Schiedsrichter wird Tim Schmöller (FSV Mainz 05) sein.