Speyer
David Hinssen geht für Freiwilligendienst nach Israel
Schon in der elften Klasse hat Daniel Hinssen, der in Speyer in diesem Jahr sein Abitur am Gymnasium am Kaiserdom gemacht hat, ein Jahr im Ausland verbracht: In Neuseeland hat er damals viele schöne Erfahrungen gesammelt, sagt er. „Eines meiner Highlights war die Fahrt auf einem Walbeobachtungsschiff. Wir haben tatsächlich eine Blauwalmutter mit ihrem Kalb auftauchen sehen, das war sehr beeindruckend.“ In dem Jahr habe er sich weiterentwickelt, sei selbstständiger geworden. Jetzt hat er ein neues Ziel vor Augen.
2700 Euro sammeln
„Ich bin sehr interessiert an anderen Kulturen und möchte daher auch nach Israel gehen“, sagt der 19-Jährige. Sein Freiwilligendienst in Jerusalem beginnt im September, organisiert wird er von der Organisation Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD). Sie übernimmt 75 Prozent der Kosten für seinen Aufenthalt. Den Rest muss Hinssen über Spenden finanzieren. 2700 Euro muss er zusammenbekommen. Aber nicht für spezifische Ausgaben wie den Flug. „Die 25 Prozent fließen in eine Art Einnahmenpool und helfen, weitere Freiwilligendienste zu finanzieren“, erklärt er. Hinssen interessiert sich für Politik. „Die hat in Israel einen starken Einfluss auf den Alltag und das finde ich sehr interessant“, erklärt er. Außerdem habe er bisher nur Gutes über Land und Leute gehört.
In Israel wird der Speyerer bei einem gemeinnützigen Verband helfen. Dieser kümmert sich um Wohndienste für Menschen mit geistiger Behinderung. Hinssens Aufgaben werden vor allem in der Pflege und der Betreuung liegen. In den Pflegeberuf möchte er später allerdings nicht gehen. „Im Moment interessiert mich Politikwissenschaft sehr, es soll also eher in diese Richtung gehen.“ Das Studium sei ein weiterer Grund, jetzt noch nach Israel zu gehen, erklärt der 19-Jährige. „Ich möchte noch mal etwas anderes machen und Menschen helfen, bevor es theoretisch wird.“ In Israel wird er mit anderen Freiwilligen zusammenleben und eingesetzt, wo Hilfe nötig ist.
Keine Angst vor Unruhen
Die aktuellen Unruhen in Israel bereiten dem Speyerer keine großen Sorgen. „Ich habe schon von anderen gehört, die während Angriffen in Israel waren, und sie hatten auch keine Probleme“, sagt der 19-Jährige. Dennoch hofft er, dass sich die Lage bis September wieder beruhigt hat. Auch seine Eltern unterstützen ihn und stehen hinter ihm. „Meine Mutter war vor 20 Jahren selbst in Israel und ist begeistert, dass ich das machen möchte“, freut sich Hinssen.
Neben dem politischen Interesse fürs Land und der Hilfsbereitschaft für Menschen mit geistigen Behinderungen hat Hinssen auch Interesse an der Landschaft Israels. „In Neuseeland war es teilweise wie im Dschungel und jetzt geht es Richtung Wüste.“ Er freue sich, in ein neues Umfeld zu kommen und blicke voller Neugier auf den Freiwilligendienst.
Noch Fragen?
Wer für Freiwilligendienste der Organisation IJGD spenden möchte, kann das über folgendes Spendenkonto tun: IBAN: DE36 1002 0500 2552 1020 04, BIC: BFSWDE33BER, Verwendungszweck: Spende ijgd-Projekte.