Speyer „Dümmer als die Polizei erlaubt“

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„Dümmer als die Polizei erlaubt“ sind nur die Beamten im Provinzrevier Westheim. Dort herrscht tote Hose. So richtig ab geht es dagegen bei den acht Schauspielern der örtlichen Laienspielgruppe: Die kosten ihre Rollen genüsslich aus, sorgen für Action auf der Bühne. Und wollen mit ihrer neuen Komödie bei fünf Aufführungen die Zuschauer im Bürgerhaus fesseln. Premiere ist am Freitag. Der Kartenvorverkauf läuft sehr gut. Die Aufführung am Samstag, 6. Mai, ist bereits ausverkauft.

„Schon beim Lesen haben wir gemerkt, dass das ein geiles Stück ist“, sagt Theaterleiter Bernd Rüffel und lacht. Er mimt den Polizeiobermeister. „Und weiß immer noch nicht, wie er überhaupt zur Polizei gekommen ist“, stimmt „Polizeimeisterin“ Jutta Barié-Scholl, stellvertretende Theaterleiterin, ins Lachen mit ein. Beide sind sich sicher, dass auch die Zuschauer lachen müssen: „Das Stück lebt von Komik, Action und der Dummheit der beiden Sesselfurzer, die schon völlig außer Rand und Band geraten, wenn das Telefon klingelt.“ Über die Handlung wollen sie nicht zu viel verraten. Nur: Dass ein strafversetzter Beamter das Revier leitet, der weg will und den Besuch des Polizeipräsidenten für seinen perfiden Plan nutzt. Übrigens: Der Plan der Laienspielgruppe wurde durch die Landratswahl am 14. Mai durchkreuzt. Denn: Eigentlich hatten die Mimen ein anderes Stück im Auge, wollten am Wochenende der Wahl Theater spielen, an die sie nicht gedacht hatten. Die Terminverschiebung sorgte dafür, dass ein Schauspieler zurückziehen, einiges also umstrukturiert werden musste, was gelang. Dankbar sind die Theaterspieler dem Turnverein, der seine Jubiläumsfeier zugunsten der Laienspielgruppe vom Mai in den Juni verschob. Seit Januar wird auf der Bühne geprobt. „Wir waren recht früh recht weit“, sind sich Rüffel und Barié-Scholl einig. In den letzten drei Wochen gehe es nur noch um die Feinabstimmung, um Kleinigkeiten: „Um all das, was die Zuschauer noch entdecken dürfen.“ Stolz sind beide, dass die Gruppe weit über die Grenzen Westheims hinaus bekannt und beliebt ist, ein großes Stammpublikum hat. Und darüber, dass mit Sarah Petrongolo (Lustadt) und Rüdiger Kiktenko (Waldsee) zwei neue Darsteller hinzugestoßen sind. Barié-Scholl berichtet, dass neue Schauspieler auch „einzeln gecoacht“ werden, damit sie authentisch ihre Rollen verkörpern: „Wir wollen unseren Zuschauern einen rundum gelungenen Abend bieten.“ Termine —Aufführungen am Freitag, 5. Mai, 20 Uhr, Samstag, 6. Mai, 20 Uhr, Sonntag, 7. Mai, 18 Uhr, Freitag, 19. Mai, 20 Uhr, und Samstag, 20. Mai, 20 Uhr, im Bürgerhaus. —Karten für acht Euro (bis 14 Jahre vier Euro) unter 06344 4153 und an Abendkasse.

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