Speyer Corona: Warten auf Testergebnisse von Speyerer Kita

Abstrich der Rachenschleimhaut: So wird auf eine Corona-Infektion getestet.
Abstrich der Rachenschleimhaut: So wird auf eine Corona-Infektion getestet.

„Wir kommen unserer Vorsorgepflicht nach, wir kümmern uns.“ So ordnete am Freitag Jennifer Braun, Persönliche Referentin von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD), die Schließung der Kindertagesstätte Wormser Landstraße (Wola) und das Angebot für Corona-Tests von Kindern und Personal ein. Am Freitagnachmittag wurden Abstriche genommen.

Bis zu 130 Kinder und 30 Wola-Mitarbeiter hätten zum eigens und nur für diesen Zweck eröffneten mobilen Abstrichzentrum bei der Halle 101 kommen dürfen, so Braun. Nicht alle machten davon Gebrauch; Zahlen lagen am Freitag noch nicht vor. Nach einem „mühevoll ausgetüftelten Plan“, so die Referentin, gab es Zeitfenster, in denen die Angehörigen einzelner Kita-Gruppen kommen durften. Anlass war – wie am Donnerstag berichtet –, dass es auffällig viele Erkältungsfälle an der Kita gegeben hatte. Ein konkreter Corona-Verdacht lag laut Braun aber auch am Freitag noch nicht vor.

„Die Anzahl der krankgemeldeten oder vorsorglich zu Hause bleibenden Kinder ist an den städtischen Kitas derzeit generell sehr hoch“, erklärt Braun. An der Kita Wola seien es am Donnerstag nochmals auffällig mehr Krankmeldungen als an anderen Einrichtungen gewesen. Man liege dort im zweistelligen Bereich, so Braun. Abstrichergebnisse sollen bis Montag vorliegen und dann im Verwaltungsstab beurteilt werden, um über weitere Maßnahmen oder eine Wiedereröffnung bis auf Weiteres geschlossenen Kita entscheiden zu können.

Das Gesundheitsamt meldete für Speyer am Freitag (12 Uhr) gegenüber dem Vortag keine neuen Corona-Fälle. Seit März waren somit 109 Bürger infiziert, von denen zehn als noch krank gelten. Zwei sind gestorben. Für 52 Personen war am Freitag eine Quarantäne angeordnet.

x