Speyer
Corona-Fall: Isolations- und Quarantänekonzept im Seniorenzentrum
Behörde und Betreiber sind optimistisch, dass es zu keinem größeren Ausbruch im Seniorenzentrum Storchenpark kommt. Die Infizierte sei seit dem positiven Test vorsorglich in Quarantäne und hat laut Gesundheitsamt des Rhein-Pfalz-Kreises keinen Kontakt zu Heimbewohnern und anderen Mitarbeitern. „Es sind somit auch keine Kontaktpersonen der Kategorie 1 zu vermelden.“ Die Alloheim Senioren-Residenzen SE, die den Storchenpark mit seinen 178 Pflegeplätzen betreibt, betont, dass derzeit auch keine anderen Personen in der betroffenen Wohngruppe Symptome zeigten.
In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt würden alle 48 Bewohner und Mitarbeiter dieser Wohngruppe im Laufe dieser Woche auf das Virus getestet. „Alle Angehörigen wurden bereits am Dienstag telefonisch darüber informiert“, so eine Alloheim-Sprecherin auf Anfrage. Für den Wohnbereich sei ein umfangreiches Isolations- und Quarantänekonzept umgesetzt worden: „Die Bewohner nehmen etwa ihre Mahlzeiten ausschließlich im Zimmer ein; Gruppenangebote der Ergotherapie und Betreuung finden nicht statt. Besuche sind aus Sicherheitsgründen aktuell nicht möglich.“
Stadt: 124 aktuelle Fälle
„Die Situation ändert sich stündlich“, heißt es beim Gesundheitsamt in Ludwigshafen wegen der weiter hohen Infektionszahlen. Für Speyer sind am Mittwoch elf neue Fälle in die Statistik eingeflossen, sodass es in der Summe 299 sind (Sieben-Tages-Wert: 118,7). 124 davon gelten als „aktuelle“ Fälle noch ohne Genesung. 149 Personen im Stadtgebiet sind laut Stadt in Quarantäne.
Für die Schulen in Speyer vermeldet das Gesundheitsamt derzeit einen Fall vom Purrmann-Gymnasium und zwei von der Integrierten Gesamtschule. Die jeweiligen Kontaktpersonen seien am Montag und Dienstag getestet worden. Das Gesundheitsamt erläutert: „Üblicherweise werden die ganze Klasse und entsprechende Lehrkräfte in Quarantäne versetzt. Teilweise wurden je nach Einzelfallentscheidung auch ganze Jahrgänge in häusliche Absonderung geschickt.“ Die Schließung kompletter Schulen solle soweit möglich vermieden werden.