Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel CDU-Fraktion: Keine weiteren Austritte nach Sondersitzung

In Bewegung: Die CDU-Fraktion im Stadtrat Speyer muss zwei Austritte kurz hintereinander verdauen.
In Bewegung: Die CDU-Fraktion im Stadtrat Speyer muss zwei Austritte kurz hintereinander verdauen.

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtrat, Axel Wilke, hat mitgeteilt, dass es auf der außerordentlichen Fraktionssitzung am Dienstagabend keine weiteren Austritte gegeben hat. „Niemand hat den Eindruck erweckt mit solch einem Gedanken zu spielen“, teilte Wilke der RHEINPFALZ mit.

Wilke reagiert damit auf die vorhergehende Berichterstattung, nach der es RHEINPFALZ-Informationen zufolge innerhalb der CDU-Fraktion weitere Mitglieder gebe, die über einen Austritt nachdenken. Zuvor waren die langjährigen Fraktionsmitglieder Rosemarie Keller-Mehlem im Juli und Maria Montero-Muth im August ausgetreten, deren Fraktionsarbeit der vergangenen Jahre laut Wilke in der Sondersitzung am Dienstag gewürdigt wurde.

Während Keller-Mehlem vor allem bundespolitische Gründe angeführt hatte, warum sie nach 18 Jahren sowohl Partei als auch Fraktion verlasse, hatte die parteilose Montero-Muth erklärt, die Kompromisse bei Themen wie dem Stadtwald oder der innenstädtischen Verdichtung nicht mittragen zu wollen. Beide Frauen bleiben dem Stadtrat als Fraktionslose erhalten.

Junge Union betrachtet Austritt mit „großer Sorge“

Montero-Muth hatte eine Woche vor Bekanntgabe ihres Austritts ein Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden Wilke – allein und nicht, anders als im vergangenen Bericht dargestellt, unter Beteiligung weiterer Personen – geführt. Wilke hatte sich deshalb überrascht von Montero-Muths Entscheidung gezeigt, die auf Anfrage bekräftigte, ihre Beweggründe für den Austritt seien inhaltlich und hätten nichts mit persönlichen Differenzen zu tun.

In einer Mitteilung hat sich die Junge Union (JU) Speyer bei Rosemarie Keller-Mehlem für „ihre tatkräftige und jahrelange Unterstützung“ bei der gemeinsamen Parteiarbeit bedankt. „In ihr hatten wir immer eine Fürsprecherin für junge Menschen“, heißt es. Über Montero-Muth schreibt die JU: „Auch ihren Austritt aus der Fraktion betrachten wir mit großer Sorge und bedauern ihren Schritt.“

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