Speyer Busverkehr: Ärger über Fahrer mit Handy am Steuer

Gleich wiederholt sind dem Speyerer Michael Ritter in den vergangenen Wochen während der Fahrt mit dem Handy telefonierende Fahrer in Stadtbussen aufgefallen. Das Busunternehmen bestätigt zwei Fälle und betont, dass es ein klares, den Fahrern bekanntes Verbot dafür gebe.
Ein Fahrer habe ab einer Haltestelle im Bereich des Flugplatzes auf seiner Fahrt in Richtung Stadtmitte „minutenlang mit seinem Handy telefoniert und den Bus am nächsten Kreisverkehr sogar einhändig gelenkt“, führt Ritter einen Vorfall vom 5. Juli an. Etwas später sei er an der Gedächtniskirche bei roter Ampel in die Gilgenstraße abgebogen. „Ich will nicht als Denunziant dastehen, mir geht es um die Sicherheit“, sagt der Speyerer. Frank Wilsing ist als Leiter der Niederlassung Süd in der für den Stadtbusverkehr zuständigen Firma DB Regio Bus, Region Mitte, ein Ansprechpartner in solchen Fällen. Es habe sowohl Gespräche mit dem Beschwerdeführer als auch mit den beiden betroffenen Busfahrern gegeben, betont er auf Anfrage. Es habe sich bei den Fahrern um Belehrungen gehandelt. Abmahnungen gäbe es im Wiederholungsfall. Das Handy-Verbot sei eindeutig, so Wilsing. Ein Fahrer habe berichtet, im entsprechenden Fall von einem Vorgesetzten angerufen worden zu sein; auch hier gelte: wegdrücken und in der Pause zurückrufen. Über diese Beschwerde hinaus gebe es derzeit keine Probleme mit den 48 Fahrern in Speyer. Wilsing: „Auch in Qualitätsgesprächen mit dem Aufgabenträger wurden uns keine negativen Vorkommnisse mitgeteilt.“ Beschwerden könnten – mit Zeit- und Streckenangaben – unter Telefon 06241 5065337 mitgeteilt werden. Er sei aktuell zufrieden mit dem Personal, so Wilsing. Zuletzt hatten Busanbieter berichtet, wie schwierig es sei, gute Fahrer gerade in Deutschland zu finden. Für DB Regio sei das seit 2016 einfacher geworden.