Speyer „Brezel-Uwe“ hat Feuertaufe bestanden

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Der Frühschoppen mit Versteigerung des Brezelfestbildes von Round Table am Montag nach dem Umzug ist ein weiterer Höhepunkt der alljährlichen Party zu Ehren des Laugengebäcks. Gestern ging es für 7000 Euro an die Volksbank Kur- und Rheinpfalz weg. Dicke Tropfen aus einem Riesenschauer klopften dazu Beifall auf das Zeltdach.

In 20 Minuten war die Sache geritzt. Bei 7000 Euro fiel der virtuelle Hammer des Round-Table-Präsidenten Oliver Kunze bei der Versteigerung des Brezelfestbilds 2014 aus dem Pinsel von Iris Fischer. Mit dem dritten „Schlag“ hatte die Volksbank Kur- und Rheinpfalz ihr seit Aktionsstart drittes Gemälde beim Frühschoppen des Verkehrsvereins Speyer (VVS) ersteigert. Das Geld fließt in den Härtefonds der Stadt. Jürgen Siewerth, Prokurist der Palatina Geocon GmbH und Co KG, ließ dem Vorstandsvorsitzenden der Bank, die in diesem Jahr 150. Geburtstag feiert, Rudolf Müller, den Vortritt. Seine Begründung klang nach Entschuldigung: „Ich kann schlecht meinen ehemaligen Ausbildungsbetrieb überbieten.“ Nette Geste: Die Palatina Geocon will trotzdem mit einer eigenen Spende den Härtefonds unterstützen. Kurz und schmerzlos ging die Versteigerung diesmal vonstatten, anders als im Vorjahr, als der Wettstreit doppelt so lange dauerte. Die Künstlerin hielt sich im Hintergrund und überließ es Kunze, mit den anwesenden Interessenten aus dem Kreise der Ehrengäste zu handeln. Die „üblichen Verdächtigen“ wurden gleich „verhaftet“: Volksbank und Sparkasse an vorderster Front. Dazwischen trieb Anton Morgenstern, Gastronom und Mitglied des Dirndl-Lederhosen-Komitees, die Sache an und den Preis in die Höhe. Müller machte schließlich das Rennen und wusste auch schon genau, wohin mit dem Neuen aus der Brezelfest-Kunstreihe. „Wir hoffen, dass wir unsere Villa Körbling, die gerade im Umbau ist, noch vor dem nächsten Brezelfest eröffnen können. Dort soll das Bild einen Platz finden“, erklärte er auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Der geladenen Gäste waren es etliche, die VVS-Vorsitzender Uwe Wöhlert zu begrüßen hatte. Politik, Kirche, Wirtschaft, Verwaltung und Veranstalter – bunt gemischt war die illustre Gesellschaft beim Frühschoppen am Brezelfestmontag, bei dem Familie Dingeldein im Biergarten des „Schwarzwaldhaisls“ wieder toll auftischte. Ein Stück Brasilien brachten diesmal die „DrumKidz“ von Ralf Wenz auf den Platz – eine letzte Hommage an die Fußball-WM, die die Feierlaune der Speyerer zuletzt noch gestärkt hatte. Kurz streifte „Brezel-Uwe“ die Aktionen der vergangenen Tage. Immer Thema: das Wetter. Unter anderem beim Umzug sei es „verbesserungswürdig“ gewesen. Umso bewundernswerter: „Die Zuschauer, die beharrlich durchhielten.“ Wöhlert habe die Feuertaufe bestanden, bescheinigte Hansjörg Eger, wenngleich er betonen müsse: „Neue Besen kehren gut, aber alte wissen eher, wie man in die Ecken kommt.“ Für ihn als OB bedeute das beispielsweise, sich selbst Gedanken um die Kleidung beim Umzug zu machen und sich damit abzufinden, dass sein neuer Brezelwurf-Partner Wöhlert die traditionelle Festkutsche gegen eine moderne Karosserie getauscht hatte. Die Sieger im Umzug-Wettbewerb von Sonntag verkündete traditionell Dieter Jakumeit: Mit dem Fides Carneval Club Ketsch dominierte einer der Seriensieger seit 2009 bei den Festwagen, bei den Fußgruppen war es der Kinder- und Jugendzirkus Bellissima, und bei den Musikgruppen siegte der MV Tamm. Von einem heftigen Regenguss ließen sich die Gäste gerne zum Sitzenbleiben „zwingen“. (xsm)

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