Speyer Brachflächen bepflanzen
Landschaftsarchitektin Sabine Weigelt hat den Mitgliedern des Bau-, Umwelt- und Friedhofsausschusses der Ortsgemeinde Dudenhofen bei der Sitzung am Donnerstagabend im Bürgerhaus vorgeschlagen, die freien Grabflächen auf dem Friedhof zu bepflanzen.
Der Entwurf der Landschaftsarchitektin zur Nachnutzung von „Übergangsflächen“ auf dem Friedhof sieht vor, auf den freien, aufgegebenen Grabarealen des älteren Abschnitts Pflanzinseln anzulegen. Diese könnten jederzeit wieder zu Grabstätten umgewidmet werden. Entlang des Hauptweges könnten immergrüne, hochstämmige Laubbäume gepflanzt werden. Am Weg zum neu angelegten Rasengrabfeld könnten 70 bis 80 Zentimeter breite Pflanzstreifen und Sitzgelegenheiten entstehen, die von einer Hecke umgeben sein könnten. Die von Weigelt nach einer Bestandsaufnahme der nicht mehr genutzten Flächen eingezeichnete Anzahl der Pflanzinseln fand Reinhard Burck (Grüne) auf den ersten Blick „sehr umfangreich“. Es stelle sich die Frage, wer sich darum kümmere. Manuela Hook (FWG) überraschten Namens- und Hinweistafeln auf den Rasengräbern: „Ursprünglich waren keine Steine, Tafeln oder sonst was vorgesehen. Wie soll die Wiese mit den 58 Grabstätten gemäht werden?“ Ortsbeigeordneter Roni Zürker (CDU) widersprach: „Eine kleine Grabplatte war immer geplant.“ Von Weigelt berücksichtigt sind die Anmerkungen von Jürgen Creutzmann (FDP): Keine Bäume pflanzen, deren Laub die Gräber ringsherum bedecken könnte, und sich eine Wiederbelegung offenhalten. Das Diktum von Werner Löffler (SPD) für weitere Überlegungen ist: „Die laufenden Unterhaltungskosten so gering wie möglich halten.“ Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) fand das Konzept „flexibel und nicht sehr pflegeintensiv“. Auf Einladung von Bau- und Hauptausschuss informierte Clemens Spiekermann, Vorsitzender des Radfahrvereins (RV), zum Stand der Bahn-Sanierung und der BMX-Anlage. Wie berichtet, macht das Lizensierungsverfahren durch den Radsport-Weltverband UCI in der „Badewanne“ Nachbesserungen nötig. Unter anderem sähen die UCI-Kriterien zum Schutz der Fahrer eine Ausweitung der Sicherheitszone unterhalb des blauen Streifens der Bahn von zwei auf zehn Meter oder eine Sicherheitswand sowie eine gesonderte Sicherung der Unterführung vor. Kostenpunkt: rund 200.000 Euro, die der RV nicht aufbringen wolle und könne. Den Kompromissvorschlag des Vereins, die Tennisplätze in den Mittelbereich zu verlegen, und die BMX-Strecke einzuebnen (100.000 Euro) werde die UCI demnächst prüfen. Entscheidend für den Bau oder Nicht-Bau der BMX-Strecke in der Verlängerung der Jahnstraße sei die Aussage eines vom RV in Auftrag gegebenen Naturschutzgutachtens, das sowohl Verein wie Naturschutzverbände akzeptieren würden. |län