Speyer Beste Stimmung bei großer Hitze

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Dudenhofen. Heiß ist es auf dem Turnierplatz von Julia Hüskes’ Western-Riding-Center im Dudenhofener Gewerbegebiet. Marscherleichterung gibt es für die 35 Reiter, die sich zum Einsteigerturnier gemeldet haben, trotzdem nicht. „Erst ab 35 Grad aufwärts“, sagt die Chefin.

Alle sind trotzdem bester Stimmung und das den ganzen Sonntag lang. Beachtliches Reit-Niveau zeigen die Anfänger bereits. Eine Siegerin gibt’s sogar aus Hüskes’ Stall: Nadine Riedinger. Seit vier Jahren reitet Riedinger in Dudenhofen. Beim Turnier tritt sie auf ihrer Quarterhorse-Stute Lina (16) an und zeigt eine starke Show. Der oberste Podest-Platz fällt eindeutig aus: „Sie hat mit drei Punkten Abstand gewonnen“, berichtet Hüskes und freut sich mit ihrem Schützling. Potenzial für mehr schlummert in der 38-Jährigen, ist sich die Fachfrau sicher. Ob sie sich darauf einlässt? „Nach heute bestimmt“, meint Hüskes und verrät, dass sich Riedinger bereits mit dem Gedanken an weiteren Turnierteilnahmen befasst. Die beiden untersten Leistungsklassen nehmen den Sonntag über vier Regelprüfungen in Angriff. Durchschnittlich gehen 15 bis 20 Reiter an den Start. Hüskes ist stolz auf die stattliche Anzahl bei dem relativ kleinen Turnier, das vor allem für die zugelassene Rassenvielfalt steht. „Bei uns sind nicht nur Quarter- oder Painthorses zu sehen, sondern auch größere Warmblüter und Haflinger“, erklärt Hüskes im RHEINPFALZ-Gespräch. Wenige Starter aus Hessen, einige aus Baden-Württemberg und die Mehrheit aus Rheinland-Pfalz reisen an. Mit der Bilanz für die Westernreiter des eigenen Stalls ist Hüskes im Allgemeinen zufrieden. Beschweren kann sie sich auch nicht über den Nachwuchs bei ihrem Pferdesport. „Die Tendenz ist immer noch steigend“, versichert sie. Während nur zwei Starterinnen das Wagnis Horse & Dog-Trail eingehen, zeigen sieben Teilnehmer Humor bei der zweiten Spaß-Disziplin, dem Prosecco-Pleasure. Das prickelnde Vergnügen krönt das Turnier am Schluss. Sechs Damen und ein Herr kämpfen um jeden Tropfen Secco im filigranen Glas in der Hand beim Traben, Galoppieren, schnellen Stoppen und Hindernis überwinden. „Ihr dürft alles machen, was ihr wollt. Hauptsache, ihr verschleudert nicht den Sekt und fallt nicht runter“, ertönt Hüskes’ Stimme durch die Lautsprecher. Anders als bei den regulären Wettbewerben zählt bei der letzten Disziplin eben nur das Vergnügen. Nach mehreren schweißtreibenden Stunden gibt’s dann endlich doch für alle die ersehnte Marscherleichterung – und ein volles Glas Secco zum Abschluss. |xsm

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