Schulsport RHEINPFALZ Plus Artikel „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“

Voller Vorfreude: Clara Spies, Sophie Zeigerer, Johanna Saar, Greta Sailer und Valentina Amaral Berner (von links) fahren sehr g
Voller Vorfreude: Clara Spies, Sophie Zeigerer, Johanna Saar, Greta Sailer und Valentina Amaral Berner (von links) fahren sehr gut vorbereitet zu »Jugend trainiert für Olympia« nach Berlin.

Schüler, die sich für das Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ qualifizieren, singen die Liedzeile auch. Vom Hans-Purrmann-Gymnasium sind zwei Teams dabei.

Das Hans-Purrmann-Gymnasium ist nicht die einzige Schule in Speyer, die sich mit großer Regelmäßigkeit und intensivem Engagement am Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ beteiligt. Die wenigsten Mannschaften und Schulen schaffen aber dann den Sprung nach Berlin, wo im Frühjahr und im Herbst die Bundesfinals stattfinden. Nun ist es wieder so weit. Für die Qualifizierten heißt es schulfrei, von Montag bis Mittwoch müssen sie ran. Sonntag und Donnerstag sind An- und Abreisetage.

Es ist kein Geheimnis, dass hinter den Erfolgen in den allermeisten Fällen Sportvereine stecken, in denen die Feinarbeit geleistet wird. Im Gerätturnen weiblich ist das der TV Schwegenheim mit Conny und Kristin Wolff als Trainerinnen, die am Donnerstag am Purrmann ihre Turnerinnen Johanna Saar, Greta Sailer, Valentina Amaral Berner, Sophie Zeigerer und Clara Spies noch mal zum Abschlusstraining riefen. Clara Spies ist die Einzige ist, die nicht beim TV Schwegenheim turnt, sondern mehr oder weniger aus reinem Spaß an die Geräte geht. Wobei: Spaß haben eigentlich alle.

Erlebnisse fürs Leben

Kristin Wolff, inzwischen Referendarin am Hans-Purrmann-Gymnasium, erzählt, dass es nicht nur um den Wettbewerb geht, sondern um das ganze Drumherum. Und da hat Berlin ja einiges zu bieten: „Das sind die Momente, an die die Mädels sich immer erinnern werden. Wenn sie an ihre Schulzeit zurückdenken, denken sie nicht an eine oder zwei Mathestunden in Klasse sechs, sondern an Berlin. Die Fahrt dorthin stärkt die Gemeinschaft“. Unter anderem geht die Gruppe auch in ein Musical.

Auf der Hinfahrt am Sonntag werden sie von den ehemaligen Schülerinnen Alea Degen und Lina Zimpelmann begleitet, weil Conny und Kristin Wolff noch bei den Pfalzmeisterschaften in Ludwigshafen coachen. Sie fahren im Auto hinterher. Der begleitende Lehrer Sven Laforce fährt von einer Fortbildung im Skilanglauf direkt nach Berlin. Die Begleiterinnen kennen den Wettbewerb aus eigener Erfahrung und werden als Fans unterstützen.

Sonderprüfungen

Im vergangenen Jahr kehrte das Purrmann-Gymnasium mit Platz vier zurück. In der kommenden Woche hofft Kristin Wolff, sich auf jeden Fall in der ersten Hälfte der 16 Mannschaften zu platzieren. Die Wertung geht nach einem besonderen Rangpunktesystem.

Gerätebahnen, Synchronturnen, bei dem es um Perfektionismus geht, und Sonderprüfungen wie Stangenklettern, Standweitsprung und Staffellauf sind ausgeschrieben. Da geht es um Schnelligkeit und Weite.

„Da muss man wirklich sehr breit aufgestellt sein, und das sind wir. Es ist unsere Stärke, deshalb waren wir auch verdient Landessieger geworden“, erläutert die angehende Lehrerin. Eine zweite Mannschaft des Hans-Purrmann-Gymnasiums war Vize-Landesmeister hinter der IGS Bretzenheim geworden.

Auch Volleyballerinnen dabei

Auch die U16-Volleyballerinnen des Hans-Purrmann-Gymnasiums sitzen am Sonntag im Zug Richtung Hauptstadt. Marlene Schmitt, Emma Zehfuß, Leni Vogel, Marie Kempter, Marilu Borlinghaus und Nele Amourette haben sich beim Landesentscheid am 13. Februar in Morbach für das Bundesfinale qualifiziert.

Betreut werden die sechs Volleyballerinnen von den beiden Sportlehrerinnen Pia Schranz und Kathrin Schmitt. „Wir gehen hochmotiviert an die Sache ran und wollen in der Vorrunde das Beste geben. Wofür das reicht, kann ich natürlich nicht sagen. Wir wissen, dass wir gegen Sportinternate und Volleyball-Stützpunkte bestehen müssen“, sagte Pia Schranz. Es spielen Vier gegen Vier, Spielort wird die Fritz-Reuter-Schule sein.

Alle Mädels, die am Purrmann in die 7. bis 9. Klasse gehen, haben das Volleyballspiel beim TuS Heiligenstein gelernt. Pia Schranz weiß nur allzu gut, welche starke Vereinsarbeit Trainer Udo Walter da leistet.

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