Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Baugenossen breiten sich am Russenweiher aus

Bereich Germansberg: Hier investiert die Gewo.
Bereich Germansberg: Hier investiert die Gewo.

Rekordzahlen vermeldet die Gemeinnützige Baugenossenschaft Speyer (GBS). Sie hat am Mittwoch den Geschäftsbericht über ihr Jubiläumsjahr 2019 vorgelegt. Demnach war nicht nur die Bilanzsumme mit 70 Millionen Euro (2018: 65,3 Millionen) so hoch wie noch nie seit 1919, sondern auch der Mitgliederstand von 6647 (2018: 6410). Sie will weiter wachsen und investieren.

Der GBS-Bestand von 1623 Wohnungen stammt aus ganz verschiedenen Jahrzehnten. Sanierungen sind deshalb jedes Jahr ein großes Thema und auch 2019 mit gut 5 Millionen Euro in die Bilanz eingeflossen. Der Jahresüberschuss hat sich dennoch deutlich erhöht: Mit den 560.000 Euro zeigten sich die Vorstände bei einem Pressegespräch sehr zufrieden. 2018 waren an dieser Stelle „nur“ 326.000 Euro ausgewiesen worden. „Höhere Mieterlöse und leicht geringere Aufwendungen in der Bewirtschaftung“ nennen sie als Ursachen für das Plus. Das 2020er-Niveau soll gehalten werden.

Investiert wurde auch in neue Wohnungen: Sechs Mieteinheiten in einem Anbau im Ziegelofenweg und 30 am Priesterseminar kamen hinzu. Die Kosten beider Projekte betragen circa 11,6 Millionen Euro, so das Unternehmen. Allein 10 Millionen davon seien an das Siedlungswerk (GSW) für die Einheiten am Priesterseminar geflossen. Dieses Modell mit hohen Mietpreisen sei für die GBS Neuland, habe aber seine Berechtigung, so der Ende 2020 altersbedingt aufhörende kaufmännische Vorstand Michael Schurich: „Es ist ein guter Preis.“

Projekte am Germansberg

Als Großprojekt erwähnt wurde die Verbesserung des Außenschallschutzes an 30 Wohnungen in der Winternheimer Straße 2-4 und Am Germansberg 2-16. Am Germansberg 18-32 hätten ähnliche Arbeiten schon begonnen, und Mieter der Krummäckerstraße 2-8 und Am Germansberg 1+3 seien über eine 2021 geplante energetische Sanierung informiert worden. In deren Nachbarschaft ist ein Neubauprojekt geplant: Im Baugebiet „Am Russenweiher“ liefen Planungen für eine Erweiterung des Wohnquartiers an. „Wir rechnen mit deutlich mehr als 30 neuen, zeitgemäßen Wohneinheiten mit modernen Grundrissen für unsere Baugenossen“, so der neue technische Vorstand der GBS, Bernd Reif. Baubeginn könnte 2022 sein. Reif hat im Oktober ebenso seinen Dienst angetreten wie Oliver Pastor, der auf Schurich folgt.

Die Vertreterversammlung der GBS in Präsenzform muss Corona-bedingt 2020 ausfallen. Beschlüsse sollen im schriftlichen Umlaufverfahren fallen. Die GBS hat laut Schurich die Pandemie bisher „super überstanden“ und nur 3000 bis 4000 Euro an Mieten Corona-bedingt stunden müssen.

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