Speyer
Basketball: Towers feiern in München den ersten Saisonsieg
Zwei der jüngsten Teams der Liga trafen aufeinander, die Gäste machten die Partie zur klaren Angelegenheit. „Es war ein Start-Ziel-Sieg für uns. Vielleicht war München zu Beginn mal kurz vorne, aber über das gesamte Spiel lagen immer wir in Führung“, freute sich TSV-Trainer Julian Krieger über den verdienten Erfolg.
Immer wenn die Hausherrinnen dran waren aufzuholen, legten die Towers nach. „In den engen Phasen haben wir immer wieder ,big plays’ gehabt und konnten die Führung insgesamt sogar noch ausbauen. Das Fundament zum Sieg war heute eindeutig die Defensive“, lobte der Coach.
Stark unterm Korb
München bei 51 Punkten zu halten und nur 20 Zähler in Halbzeit eins zuzulassen, ist eine beeindruckende Leistung. Auffallend bei beiden Teams war die geringe Trefferquote bei Distanzwürfen. Dafür machten es die Towers im korbnahen Bereich deutlich besser als die Gastgeberinnen. Mehr als die Hälfte der Versuche aus der Nah- und Mitteldistanz fanden für Speyer-Schifferstadt das Ziel.
Hinzu kam, dass die Gäste die Bretter dominierten und die Reboundstatistik für sich entschieden. Großen Anteil daran hatte Annika Soltau. Die U16-Nationalspielerin schnappte sich zehn Korbabpraller, die meisten aller Akteurinnen. Auch Marla Ruf gefiel in ihrer Centerrolle mit neun Punkten.
Wolfs bester Auftritt
Ihren bislang besten Auftritt im TSV-Trikot hatte Madison Wolf. Die Amerikanerin verteidigte stark und wurde mit 17 Punkten beste Schützin ihres Teams. „Sie wächst in ihre Rolle immer besser hinein. Heute hat sie das, was ich von ihr verlange, voll umgesetzt. Aber das ganze Team war sehr gut. Wir haben die Punkte insgesamt gut verteilt, ich möchte gar keine herausheben“, sagt Krieger.
Auf Münchner Seite reichte die gute Leistung von Alleinunterhalterin Lise Spatzier mit 21 Punkten nicht, um den verdienten Erfolg der Towers zu verhindern. „Wir hatten sie ganz gut im Griff, vor allem zu Beginn, als wir uns die Führung herausspielten. Ganz am Ende hat sie noch ein paar leichte Punkte bekommen, sonst wäre unser Vorsprung noch größer gewesen“, so Krieger. Sicherlich sind die noch sieglosen Münchnerinnen nicht das stärkste Team der Liga. Für die jungen Towers waren sie aber der richtige Gegner, um mit einer soliden Leistung und einem Erfolgserlebnis Selbstvertrauen zu tanken.
„Im Training ziehen alle sehr gut mit. Es ist schwer, allen gerecht zu werden und die Einsatzzeiten entsprechend zu verteilen. Alle hätten mehr Zeiten verdient. Aber genau das ist ja unser Plus, dass wir viele Spielerinnen einsetzen können, die alle dieses Niveau spielen können“, schildert Krieger sein Luxusproblem. Am nächsten Wochenende empfangen die Towers zu Hause das Team aus Schwabach, gegen das – eine erneut gute Vorstellung vorausgesetzt – ein enges Spiel erwartet werden kann.
So spielten sie
TSV Towers Speyer-Schifferstadt: Wolf (17), Ruf (9), Holzschuh (8), Netter (7), Soltau (7), Helmig (6), Steinort (5), Keune (4), Aruna (2), Klähn, Krull.