Radsport RHEINPFALZ Plus Artikel Bahnentournee am Montag beim RV Dudenhofen

Zumindest er ist schon mal da: Harshveer Sekhon aus Indien.
Zumindest er ist schon mal da: Harshveer Sekhon aus Indien.

Der RV Dudenhofen fühlt sich fit für die Generalprobe der deutschen Meisterschaft. Die Fahrer am Montag kommen aus der ganzen Welt.

Harshveer Sekhon ist der erste Rennfahrer, der bereits in Deutschland weilt, um an der Bahnentournee über Pfingsten teilzunehmen. Der 27 Jahre alte Inder, ein ehemaliger Rollerskater, der sich inzwischen dem Radsport verschrieben hat, tourt schon länger in Europa, kam am Sonntag aus Tschechien an und hat in einem Air’b’n’b in Lustadt eingecheckt. Das erzählt Jens Hartwig, der Vorsitzende des RV 08 Dudenhofen, mit großer Freude, weil die anderen Inder, die sich angekündigt haben, große Probleme mit ihren Visa haben und möglicherweise erst verspätet einreisen können. Was Hartwig die Nerven raubt. „Es herrscht gerade Riesenchaos. Ich hab’ schon ein paar Mal mit den Botschaften in Deutschland und in Mumbai telefoniert. Es sieht so aus, dass sie am Freitag in Oberhausen nicht starten können, aber dann Samstag und Sonntag in Darmstadt und am Montag bei uns.“

Jetzt könnte man sagen, na ja, unter den rund 180 Fahrerinnen und Fahrern fällt es nicht groß auf, ob die indischen Gäste auch wirklich starten, aber so tickt Hartwig nicht. Er ist einer, der alles für jeden tun möchte, ein prima Gastgeber sein will.

RV Dudenhofen vorbereitet

„Wir sind bereit für den Renntag am Montag, die Wettervorhersage stimmt optimistisch“, sagt Hartwig. Weil das Feld der Sprinter mit 46 Teilnehmern extrem groß sein wird, soll der Renntag schon um 11.30 Uhr mit der 200-m-Qualifikation beginnen, und gegen 18.45 oder 19 Uhr soll die Generalprobe für die deutschen Bahnrad-Meisterschaften vom 2. bis 6. Juli über die Bühne gegangen sein. Generalprobe vor allem für die rund 40 Helferinnen und Helfer im Bereich Organisation und Catering.

Die Liste der teilnehmenden Nationen ist ewig lang: Tschechien, Slowakei, Österreich, Schweiz, Belgien, Italien, Litauen, Kasachstan, Malaysia stellen die meisten Fahrer, Höhepunkte sind einerseits die beiden Sprintturniere und andererseits das Madison zum Abschluss des finalen Tournee-Renntages über 120 Runden (40 km). Leider gibt es da einen Wermutstropfen, Jens Hartwig und die anderen Veranstalter in Oberhausen und Darmstadt sind sauer: „Die Weltmeister Roger Kluge und Tim Torn Teutenberg werden nun doch nicht kommen, was uns ärgert“. Bundestrainer Lucas Schädlich hat offenbar seinen kompletten Ausdauerkader abgemeldet. Kluge muss, wie es heißt, an einer Fortbildung teilnehmen, Teutenberg für seinen Rennstall ein Straßenrennen bestreiten.

Dafür aber kann Hartwig für die „Badewanne“ ein Leckerbissen bereithalten, der den anderen vergönnt bleibt: Der britische Verband schickt die Olympiasiegerinnen Emma Finucane und Sophie Capewell, dazu Lowri Thomas, Rhianna Parris-Smith und Lauren Bell in die Pfalz. Sie haben sich bereits für Sonntag für ein Training angekündigt, und sie treffen am Montag auf die deutschen Sprintqueens Lea-Sophie Friedrich, die Olympia-Silber im Sprint in Paris gewann, Pauline Grabosch, die mit Friedrich und der nicht startenden Emma Hinze Bronze in Paris holte, sowie Klara Schneider. Natürlich starten aus dem Bahnradteam Rheinland-Pfalz Alessa-Catriona Pröpster und Lara-Sophie Jäger sowie bei den Männern Luca Spiegel. Henric Hackmann passt wegen eines Hexenschusses. Lara-Sophie Jäger wird dabei ihre Premiere im Trikot des RV 08 Dudenhofen auf der 250-m-Piste feiern.

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