Speyer Badewanne bald wieder nutzbar
DUDENHOFEN. Mit zwei großen Vorhaben geht der 200 Mitglieder kleine Radfahrerverein Dudenhofen seine Zukunft an. Mit einem der Projekte, der Renovierung der international geschätzten Rennbahn Badewanne, wurde bereits begonnen. Das andere Vorhaben, der Bau einer für Bundesliga-Veranstaltungen tauglichen BMX-Bahn, soll anfangs 2018 in Angriff genommen werden.
Der Vorsitzende des 1908 gegründeten Vereins, Clemens Spiekermann, und sein Stellvertreter, Frank Wagner, gaben im RHEINPFALZ-Gespräch der Hoffnung Ausdruck, „unsere Vorhaben zeitgerecht verwirklichen zu können“. Das bedeutet, dass die Radrennbahn am Montag, 5. Juni, wieder Ort der Schlussveranstaltung der traditionellen Pfingsttournee ist. Spiekermann: „Wenn die Witterung die Fertigstellung der Renovierung zulässt.“ Am Freitag, 1. September, soll wieder der wegen der Renovierung ausgefallene Grand Prix steigen. Mit dem Bau der BMX-Bahn kann nur begonnen werden, wenn ein Artenschutz-Gutachten das RVD-Vorhaben auf dem Gelände südlich des Fußball-Kunstrasens und westlich des Bauhofs nicht ausbremst. „Mit dem Gutachten steht und fällt alles“, berichtete der Vereinsvorsitzende. Die Speyerer Niederlassung des Koblenzer Ingenieurbüros Björnsen erstellt dieses. Gemeindeverwaltung und Gemeinderat haben das BMX-Vorhaben gutgeheißen. Beide Projekte seien finanziell gesichert, betonen die zwei RVD-Verantwortlichen. An beiden Vorhaben beteilige sich der RV Dudenhofen mit jeweils fünf Prozent der Gesamtkosten. Die belaufen sich für die Renovierung der Radrennbahn auf etwa 750.000 Euro, für den Neubau der BMX-Bahn auf etwa 430.000 Euro. Gemeinde, der Rhein-Pfalz-Kreis, das Land Rheinland-Pfalz und das Bundesinnenministerium beteiligten sich. Die Radrennbahn präsentiert sich nach ihrer Fertigstellung etwas verändert, unabhängig von dem neuen Rennbelag. So gibt es die BMX-Anlage im Bahn-Innern nicht mehr. Sie wird sozusagen das Opfer der Lizenzierungsvorschrift des Radsport-Weltverbandes UCI, die Sicherheitszone unterhalb des blauen Streifens auf der Bahn (Fachjargon: Cote d’Azur) von zwei auf zehn Meter zu verbreitern. Auch die Unterführung zwischen Vereinsheim/Zuschauerrängen zum Bahninnerem) muss laut UCI besonders gesichert werden. Zudem soll die Bahn mit einer vom Olympia-Stützpunkt Rheinland-Pfalz finanzierten Zeitmessanlage im Wert von rund 20.000 Euro bestückt werden. Diese Anlage gewährleistet modernste Trainingsplanung für die von Rheinland-Pfalz-Trainer Frank Ziegler betreuten Kaderathleten des Bundes Deutscher Radfahrer. Die bundesligataugliche BMX-Bahn, für die sich der mit allein 30 bis 40 Nachwuchsfahrern hohe Mitgliederanteil des RVD besonders interessiert, wird auf 350 bis 400 Meter angelegt. „Als Bauzeit sind zwei, drei Monate veranschlagt“, sagt Frank Wagner, „so dass sie in der Saison 2018 genutzt werden kann“.