Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel B-Klasse: ASV Waldsee liegt im Aufstiegsrennen super da

Grundsätzliche Bereitschaft: Trainer Eduard Fahrad vom ASV Waldsee.
Grundsätzliche Bereitschaft: Trainer Eduard Fahrad vom ASV Waldsee.

ASV Waldsee hat nach dem Abstieg aus der A-Klasse eine starke Hinrunde hingelegt und überwintert als Zweiter hinter Kickers Neuhofen und vor der SG Böhl-Iggelheim.

Für Abteilungsleiter Jan Müller bedeutet das ein deutliches Signal, dass sich die Mannschaft wieder auf dem richtigen Weg befindet. Zum sportlichen Jahresabschluss beim ASV Speyer zieht Müller ein positives Fazit. Die Rahmenbedingungen seien zwar schwierig gewesen: „Das Wetter und der Rasen waren nicht optimal, und beide Teams haben sich anfangs etwas schwergetan.“

Als Waldsee früh ins Hintertreffen geriet, fand es jedoch schnell die passende Antwort. „Den Rückstand nach 20 Minuten konnten wir wenig später egalisieren, und in der zweiten Halbzeit konnten wir dann zeigen, wo unsere Qualitäten sind und haben uns unsere 4:1-Führung sauber ausgespielt.“

Müller zwiegespalten

Der Blick auf das gesamte Jahr fällt für Müller zweigeteilt aus. Die schlechte Rückrunde der Vorsaison und der damit verbundene Abstieg seien nicht einfach zu verdrängen. „Rückblickend darf man das nicht außer Acht lassen“, sagt er. Gleichzeitig sieht er jedoch klare Fortschritte: „Wir sind auf einem guten Weg, Wiedergutmachung zu leisten und haben eine gute Vorbereitung gehabt und eine gute Hinrunde gespielt.“

Mit Platz zwei und einer ungeschlagenen Meisterschaftsrunde zeigt sich Müller äußerst einverstanden. „Natürlich bin ich sehr zufrieden, was meine Jungs auf dem Platz und meine Trainer leisten.“ Nicht alles lief perfekt, vor allem das ein oder andere Unentschieden sei vermeidbar gewesen. Doch am grundsätzlichen Kurs gibt es keine Zweifel: Der ASV bleibt voll auf Angriff.

Konkurrent Neuhofen

„Wir arbeiten weiter mit aller Kraft daran, unser Saisonziel zu erreichen“, erklärt er. Die einzige Pflichtspielniederlage in dieser Saison setzte es im Pokal gegen Tabellenführer Kickers Neuhofen. „Die Pokalniederlage war natürlich bitter, grade gegen den direkten Nachbarn und Ligakonkurrenten“, erklärt Müller.

Im Meisterschaftskampf lässt er sich aber nicht auf Prognosen ein: „Wer das Rennen macht, kann man so nicht sagen. Aber mit Sicherheit werden wir jedes Spiel unser Bestes geben, um am Ende ganz oben zu stehen.“ Vor dem Start in die Rückrunde vermeldet er: „Zuallererst heißt es jetzt, regenerieren. Die letzten Wochen stecken jedem in den Knochen, und wir sind froh, dass Pause ist.“

Fahrad hat Bock

Danach soll die Basis für eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte gelegt werden, so der Abteilungsleiter: „Wir wollen eine saubere Wintervorbereitung machen, an unseren Testspielen wachsen und dann gestärkt in die Rückrunde starten.“ Trotz aller negativen Begleiterscheinungen habe der Abstieg auch etwas Positives mit sich gebracht, sagt Müller.

„An einem Abstieg was Positives zu finden, ist immer schwer, grade wenn unsere Qualität eigentlich mehr konnte als das, was wir in der Vorsaison gezeigt haben.“ Doch die Mannschaft habe sich gefangen. „Gut zu sehen ist, dass durch den sportlichen Erfolg in der B-Klasse viele Spieler wieder ihren Spielspaß gefunden haben und das Selbstvertrauen wieder wächst.“

Auch hinter den Kulissen arbeiten die Waldseer. „Gespräche mit dem Trainer-Duo um Eddi Fahrad und Basti Keller haben teilweise schon stattgefunden, und wir sind guter Dinge, dass wir nächstes Jahr gemeinsam den Weg weitergehen werden, hoffentlich dann zurück in der A-Klasse.“ Eine endgültige Entscheidung gebe es jedoch noch nicht, betont Müller: „Final ist aber noch nichts bestätigt. Beide Seiten haben aber Bock, weiter zusammenzuarbeiten.“

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