Speyer Bürger müssen zusammenhalten

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Gerade in Krisenzeiten ist es erforderlich, dass die Bürger unterschiedlicher Nationalitäten zusammenhalten. Eine wichtige Aufgabe dabei kommt den Städtepartnerschaften zu. Dies hoben alle Redner beim Neujahrsempfang der Freundeskreise am Dienstagabend im Haus der Vereine hervor.

Gesellschaftliche Krisen seien offensichtlich nicht mehr länger die Ausnahme, sondern „trauriger Alltag einer globalisierten Welt geworden“, beklagte Barbara Mattes, Vorsitzende des Freundeskreises Ravenna. Sie betonte gleichzeitig: „Die Bedingungen für ein humanes, friedliches und wertefestes Europa hängen davon ab, dass seine Bürger sich noch besser kennen und schätzen lernen.“ Mattes unterstrich die Bedeutung von Partnerschaftsbegegnungen ebenso wie die Notwendigkeit, die Speyerer immer wieder zu motivieren, „über den geografischen Tellerrand unserer ja fraglos schönen Heimatstadt zu schauen und dann vielleicht zu bemerken, was für ein großartiger Schatz die Vielfalt Europas ist“. Sie verwies auch auf die insgesamt 105 Jahre Städtefreundschaft, die die Freundeskreise Chartres, Kursk und Ravenna im vergangenen Jahr feiern konnten und dankte der Verwaltung für die Unterstützung. Wenn Partnerschaften auf Bürger-Ebene florierten, sei kein Abbruch durch die hohe Politik zu befürchten, führte der Sprecher des Kursker Freundeskreises, Paul Neumann, aus. Er sprach das Jubiläumstreffen in der russischen Partnerstadt an, das trotz politischer Auseinandersetzungen erfolgreich gewesen sei. „Unsere Arbeit ist durch nichts zu erschüttern“, stellte Neumann fest. Es sei wesentlich, Ängste von Bürger abzubauen, sagte Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU). Er zeigte sich erfreut darüber, „dass die Freundeskreise vieles auf die Beine stellen“. Offenheit und Transparenz seien gefordert, wenn die Menschen aufeinander zu gehen sollten. Die Freundeskreise trügen erheblich zu einem Abbau von Hindernissen bei. Eger kündigte auch die weiteren Partnerschaftsaktivitäten an: Deutsch-Chinesische Kulturtage (27. Februar bis 14 März), Bürgerreise Ravenna (7. bis 12. April), Europatag (9. Mai), Bürgerreise Chartres (14. bis 17. Mai), Besuch einer Delegation aus Yavne (Mai), Aufenthalt eines Stipendiaten aus Ningde im Künstlerhaus (Sommer), Jugendaustausch mit Yavne (Juni), Besuch einer Kursker Tanzgruppe (Juli), Jerusalem-Reise (4. bis 10. August), Bürgerreise nach Spalding (20. August bis 1. September) Musikalisch umrahmt war der Empfang von einer Singgruppe des Freundeskreises Kursk sowie von Leonard Holler und Jannik Geiß. (le)

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