Speyer Ausbildungsmarkt: Aufatmen bei der Arbeitsagentur
„Die Befürchtung, dass viele Bewerber aufgrund der Corona-Pandemie nach ihrem Schulabschluss alternativlos sein könnten oder Arbeitgeber weniger ausbilden als in den Vorjahren, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet“, ordnet Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer, die Statistik ein.
605 junge Menschen aus Stadt und Umland hätten das Angebot der Berufsberatung genutzt, nur sechs weniger als im Vorjahr. Ende September 2020 seien davon 34 noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einer anderen Alternative nach der Schule gewesen, vier weniger als im Vorjahr. Dem Arbeitgeber-Service seien seit Oktober vorigen Jahres 591 Ausbildungsplätze gemeldet worden, 19 weniger als vor einem Jahr. „Von diesen sind noch 108 unbesetzt, 91 mehr als vor einem Jahr“, teilt die Agentur mit. Die Chancen für noch nicht versorgte Bewerber seien gut.
Positive Tendenzen
Der Arbeitsmarkt über die Ausbildungsplätze hinaus zeigte im Oktober ebenfalls positive Tendenzen, so die Agentur. Personal werde gesucht, wenn auch nicht im Umfang des gleichen Vorjahreszeitraums. Die 146 in Speyer neu gemeldeten Jobs seien 22 weniger als 2019. Die insgesamt 706 Jobmöglichkeiten im Bestand lägen um 220 unter dem Vorjahreswert.
Schon im September war die Corona-bedingt im Frühjahr angestiegene Arbeitslosenquote gesunken: damals von 5,7 auf 5,5 Prozent. Jetzt ist sie auf einen Anteil von 5,3 Prozent zurückgegangen. 3132 Personen sind betroffen, 101 weniger als im September, 643 mehr als vor einem Jahr. Der Bezirk Speyer liegt damit unter den Quoten in Ludwigshafen (8,2 Prozent) und Frankenthal (6,8 Prozent). Allein für das Stadtgebiet Speyer liegt die Quote bei 6,6 Prozent, für den Rhein-Pfalz-Kreis bei 4,3 Prozent.