Vorderpfalz / Südpfalz Andreas Sarter als neuer Präsident des Polizeipräsidiums Rheinpfalz eingeführt
Er ist für die Sicherheit von rund 900.000 Menschen in der Vorder- und Südpfalz verantwortlich. Und er gilt auf seinem Posten als „ideale Besetzung“, so der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling (SPD) bei der Amtseinführung von Andreas Sarter als neuer Behördenleiter des Polizeipräsidiums Rheinpfalz. Vor rund 130 geladenen Gästen aus Politik, Gesellschaft und Behörden sagte Ebling im Historischen Ratssaal in Speyer, der neue Polizeichef sei für die anstehenden Herausforderungen „bestens gerüstet“. Sarter ist Nachfolger von Georg Litz, der im Oktober in den Ruhestand getreten ist.
Im Polizeipräsidium Rheinpfalz hatte der 56-Jährige zuletzt den Posten des Vizepräsidenten inne. Andreas Sarter trat 1985 in den rheinland-pfälzischen Polizeidienst ein. Von 2006 bis 2009 leitete er die Polizeiinspektion Pirmasens. Bekannt ist Sarter laut Minister Ebling vor allem für seinen kollegialen Führungsstil und seinen Humor. Als aktiver Leichtathlet sei Sarter obendrein Beauftragter für den Polizeisport in Rheinland-Pfalz. Er sei „fit wie ein Turnschuh“, meinte Ebling.
Der SPD-Politiker bekannte sich zur Verantwortung, für eine ausreichende Personalausstattung der Polizeibehörden zu sorgen. Gegenwärtig verfüge Rheinland-Pfalz über rund 10.000 ausgebildete Polizeibeamte; Ziel sei eine Aufstockung um weitere 500 Polizeikräfte. Insgesamt seien rund 14.000 Personen im Polizeidienst des Landes tätig. Angestrebt werde auch eine Erweiterung der polizeilichen Befugnisse, um die innere Sicherheit zu stärken.
Die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Polizei und Justiz würdigte unterdessen die Leiterin der Staatsanwaltschaft Landau, Angelika Möhlig. Diese Kooperation sei umso wichtiger, als der „Tatort Internet“ neue Herausforderungen stelle. Verstärkt komme es in der Ermittlungsarbeit auch zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz, etwa bei der Auswertung digitaler Daten. Auch die Speyerer Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU) unterstrich die Bedeutung des Zusammenwirkens von Kommune, Polizei und Justiz als „Schlüssel zum Erfolg“. Ein „starkes Zeichen gegen Gewalt“ werde etwa mit der Beteiligung von Speyer am rheinland-pfälzischen Pilotprojekt „Urbane Sicherheit“ gesetzt.
Für die Bildung von sicherheitsrelevanten Netzwerken sprach sich auch der Vertreter des Gesamtpersonalrats im Polizeipräsidium Rheinpfalz, Uwe Löwenhaupt, aus. Er betonte: „Polizei ist und bleibt Teamarbeit.“ Allerdings sollten kommunale Ordnungsämter ihre originären Aufgaben wahrnehmen und sie nicht länger an die Polizei delegieren.
Andreas Sarter betonte in seiner Ansprache zur Amtseinführung, die Polizei müsse auch künftig „nahe bei den Menschen“ sein. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forderte er auf, ihm offen und, wenn es erforderlich sei, auch kritisch zu begegnen. Als Leichtathlet und Läufer habe er erlebt, was es bedeutet, sich zu verlaufen. Diese sportliche Erfahrung habe ihn demütig gemacht.