Speyer Am Samstag Kirchbootregatta mit 28 Mannschaften
Norbert Herbel war – gemeinsam mit dem vor zehn Jahren verstorbenen Charly Scheurer – der Ideengeber für die Kirchbootregatta. Animiert hat ihn ein Wettbewerb in Essen. Er erinnert sich noch gut an die ersten beiden Boote, die die RGS leihweise von Kollegen aus Saarbrücken und Köln geliehen hat. „Der Wettbewerb 2008 war als einmaliges Event zum 125. Jubiläum unserer RGS gedacht“, berichtet Herbel. Der positiven Resonanz und den vielen Nachfragen von Seiten der Teilnehmer konnte sich der Verein jedoch nicht verwehren. „Alle waren angefixt“, stellt Herbel heraus.
Die Folge: Mit dem „Salier“ wurde das erste Kirchboot in Eigenleistung saniert. Einige Zeit später wurde dieses verkauft. Zwei baugleiche Kirchboote – an die großen Kähne skandinavischer Kirchgänger angelehnt – konnten seither für insgesamt rund 36.000 Euro – auch dank Spenden – erworben werden. Der Vorteil der Neubauten laut Herbel: „Der Abstand zwischen den Ruderern ist größer.“ Das habe die Verletzungsgefahr für unerfahrene Teilnehmer verringert.
200 Meter lange Strecke
28 Mannschaften haben sich zur diesjährigen Regatta angemeldet, davon etliche Erstlinge. Herbel führt neben Firmen und politischen Gruppierungen die DanceMonkeys, die Kitas der Pfarrei Pax Christi, die Speyerer Handwerker, das Sealife, die „Schobbestecher“ als Beispiele für Einrichtungen an, die Teams ins Hafenbecken schicken. Für die 200 Meter lange Strecke vom Hafeneingang bis zum Flaggenmast darf jede Bootsbesatzung einmal im Reffenthal trainieren. „Erst wird auf dem Ergometer gezogen, um ein Gefühl fürs Rudern zu bekommen. Dann geht’s mit dem Kirchboot ins Wasser“, erklärt Herbel.
Mit System müssten die Mannschaften vorgehen, so der Experte. Konkrete Vorgabe: 30 bis zum Ziel. Das bedeutet, dass nicht mehr als 30 Ruderschläge gemacht werden dürfen. Wem das am besten gelingt, ist am Samstag ab 10 Uhr zu erleben. Wertungen gibt es in den Kategorien Mixed, Frauen und Newcomer. Die besten acht Mannschaften ermitteln am Ende per K.o.-System den Sieger.